Alsdorf - „Going-Green“: Pionierarbeit am Gymnasium geleistet

„Going-Green“: Pionierarbeit am Gymnasium geleistet

Von: Karl Stüber
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Sie haben im Rahmen des „Going-Green-Projekts“ nicht nur etwas für die Umwelt getan, sondern auch beste Öffentlichkeitsarbeit für ihr Gymnasium Alsdorf geleistet: (v.l.) Yousra El Makhouki, Mulima Inambao, Mara Kaminski, Viktoria Müller und Lehrerin Anissa Schiffer. Foto: Karl Stüber

Alsdorf. Sie haben innerhalb weniger Monaten viel bewegt – und das nicht nur in ihrer Schule, sondern auch in der Öffentlichkeit: die Schüler des Gymnasiums Alsdorf, die am „Going-Green-Projekt“ teilnehmen. Bei „Going Green – Education for sustainability“ geht es um nachhaltige Entwicklung, also die Förderung von Umweltbewusstsein und konkrete Projekte im eigenen Umfeld.

Das alles geschieht im Zuge bilingualen Unterrichtes (in Englisch und Deutsch) und entsprechender Öffentlichkeitsarbeit. Zuletzt wurde die Schülergruppe um Lehrerin Anissa Schiffer mit zwei Preisen für ihre Arbeit ausgezeichnet.

Das Team des „Dalton-Gymnasium Alsdorf“ erhielt von der US-Botschaft für das Vorhaben „Think Globally; Act Locally“ (Denke global, handle lokal) den ersten, mit 750 Euro dotierten Preis in der Kategorie „Blog/Website“. Und kurz vor Jahreswechsel folgte ein RWE-Klimaschutzpreis, der mit 2500 Euro verbunden ist. Nun kann ein Wasserspender angeschafft werden.

Der Hintergrund: Zum einen ist Wasser gesünder als Limonade, zum anderen wird ganz im Sinne der Umwelt an Getränkeverpackungen gespart, wie die jungen engagierten Umweltschützer erläutern. „Wir haben Vieles von dem Geplanten bereits in die Tat umgesetzt. Wir wollten nicht nur schwafeln“, verweist die Schülerin Mulima Inambao selbstbewusst auf die erfolgreiche Arbeit.

Allerdings wird das aktuelle „Going-Green“-Team nur zum geringen Teil die Umsetzung noch als Schüler „erleben“. Der Wasserspender wird im derzeit im Bau befindlichen Kultur- und Bildungszentrum (KuBiz) gegenüber dem Energeticon installiert. Dort wird neben dem Gymnasium auch die Realschule einziehen, die derzeit ebenfalls noch in Ofden untergebracht ist. Bis auf einen Schüler aus der Klasse 7 (Begabtenförderung) gehören alle aktuellen Going-Green-Schüler der Oberstufe an – und steuern auf das Abitur zu.

Bis zum 30. Januar läuft die aktuelle Arbeitsgruppe. Nach dem Halbjahreszeugnis müssen sie die Vorklausuren für die Abschlussprüfung angehen. Viel Arbeit für die Schüler – da wird nicht mehr viel Zeit für die AG-Themen bleiben.

Die am Tag der offenen Tür der Schule gesammelten Kleider – mehrere Säcke kamen zusammen – wollen die aktuellen „Going-Green“-Teamer aber noch selber im Friedensdorf Oberhausen abgeben. Bei dieser Aktion hilft der Lions Club.

Viel beachtet war die Beteiligung des Going-Green-Teams beim Alsdorfer Stadtgespräch, das unsere Zeitung in Kooperation mit der Aktionsgemeinschaft Stadtmarketing Alsdorf und der Energeticon gGmbH zum Thema Energiewende organisiert hatte. Unbedingt wollen die Schüler die von Energeticon-Geschäftsführer Harald Richter beim Stadtgespräch eingeräumte Möglichkeit nutzen, im Dokumentationszentrum für historische und regenerative Energieformen im Bereich Wechselausstellungen Belege ihrer Arbeit zu zeigen.

Schülerin Mara Kaminski hebt prägende Erfahrungen hervor: „Wir haben in der AG auf ganz andere Weise kommuniziert. Besonders war, dass wir – anders als sonst beim Schulstoff – praxisbezogen in Englisch sprechen und schreiben konnten.“

Großes Lob für die Projektarbeit gibt es von der Erdkunde- und Englisch-Lehrerin Schiffer: „Die Schüler haben weit über den Zeitrahmen hinaus gearbeitet, der eigentlich für Going-Green vorgesehen war. Jeder war für ein Thema verantwortlich und hat auf diese Weise Projektplanung gelernt. Die Schüler haben ein hohes Maß an Teamfähigkeit, aber auch Selbstständigkeit gezeigt.“

Selbstbewusst formulieren die Schüler ihren weiteren Weg – nach dem Abitur. Yousra El Makhouki will im Bereich Journalismus und Kommunikation „weitermachen“.

Zielstrebige Pläne gefasst

Mulima Inambao will im Ausland studieren, am liebsten in England, und Neurochirurgin werden. Viktoria Müller sieht ihre berufliche Zukunft im großen Feld des Kommunikationsdesign. Mara Kaminski setzt auf Kommunikations- und Produktdesign und möchte gerne in Frankreich studieren. Lehrerin Schiffer ist angesichts dieser Zielstrebigkeit angetan.

Die Pionierarbeit in Sachen „Going-Green“ soll keine vorübergehende Kurs-Laune sein, sondern eigene Nachhaltigkeit entwickeln. Laut Schiffer überlegt die Leitung des Gymnasiums, die Arbeit in einem weiteren Kurs fortzuführen, dies aber unter mehreren Lehrern zu „splitten“.

Weitere angedachte Projekte wollen an der Schule umgesetzt sein, so die Aktion Fahrradtag, an dem Schüler und Lehrer nicht per Auto die Schule ansteuern bzw. im Pkw zum Unterricht gebracht werden sollen. Und auch an weiteren Ideen ist kein Mangel.

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