Goebbels: Ein Leben für Kirche und Kunst

Von: Nina Krüsmann
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Sehenswert: Besucher aus Herzo
Sehenswert: Besucher aus Herzogenrath bestaunen in Rolduc das Werk über die sieben Künste, das Matthias Goebbels entworfen hat. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. Die Malereien und Mosaiken von Kanonikus Matthias Goebbels faszinieren von jeher die Besucher in der Abteikirche von Rolduc. Im Rahmen der Montagsgespräche der Herzogenrather Pfarre St. Gertrud schilderte Rolduc-Expertin Catharina Scholtens jetzt Wissenswertes über Leben und Werk des Baesweiler Priesters und Malers.

Am 19. März 1836 wurde Goebbels in Baesweiler geboren. „Er entwickelte schon in jungen Jahren zwei Leidenschaften, nämlich die Liebe zur Kirche und zur Kunst”, erklärte Scholtens. 1859 wurde Goebbels zum Priester geweiht.

Seine Ausnahmeberufung verknüpfte der spätere Kanoniker des Marienstifts zu Aachen in seiner priesterlichen und künstlerischen Tätigkeit. „Neben 30 anderen Kirchen, die Goebbels ausgemalt hat, finden sich die schönsten Ergebnisse seines künstlerischen Schaffens in der Abteikirche von Rolduc und deren Krypta”, betonte Scholtens, Spezialistin für die Geschichte von Rolduc, die den interessierten Zuhörern das Leben des Malerpriesters anhand vieler Fotos nahebrachte.

Seit 2004 befasst sich Scholtens detailliert mit der Geschichte von Rolduc. Sie ist ehrenamtliche Vorsitzende der dortigen Fremdenführer, Mitglied im Kuratorium Burg Rode und Geschäftsführerin der Stiftung „Eurode 2000+”. Als solche hält sie Vorträge zur Regionalgeschichte in Deutschland und den Niederlanden.

Anlässlich von Goebbels 100. Todestag im vergangenen Jahr hat sie das Leben des Malerpriesters für die Gegenwart neu zum Leuchten gebracht.

Familiengrab statt Aachener Dom

„Von 1884 bis 1905 arbeitete Goebbels in Rolduc. Neben vielen Werken in Kölner Kirchen wie St. Severin und St. Maria im Capitol ist auch seine Arbeit in der Kirche St. Petrus in Baesweiler von 1879 sehenswert für Interessierte. Es zeigt die vier Evangelisten.” Als Goebbels 1911 verstarb, wollte man ihn im Aachener Dom begraben, doch auf seinen persönlichen Wunsch hin liegt er im Familiengrab in Baesweiler.

Bei einer separaten Führung vor Ort ging Scholtens detailliert auf die prachtvollen Bemalungen in der Abteikirche - als einem herausragenden Ort von Goebbels Wirken - ein. Mit dem Spruch „Mit allen Engeln und Heiligen...” war die Exkursion der Herzogenrather treffend überschrieben, denn scheinbar an allen Ecken und Enden weist die Rolducer Kirche Malereien und Mosaiken auf. „Goebbels hat hier nicht nur selbst auf den Gerüsten gemalt, sondern auch Entwürfe für Mosaike konzipiert und sich im bedeutendsten kulturhistorischen Denkmal der Niederlande ein ewiges Denkmal gesetzt.”
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