Glühbirnenverbot: Keine Hamsterkäufe beobachtet

Von: rüt
Letzte Aktualisierung:
energiesparbu
Zeigen verschiedene Energiesparlampen-Modelle: Mathilde Domingues und Claudia Schmitz von der Verbraucherzentrale. Foto: I. Rütten-Sieben

Nordkreis. Bisher gibt es laut Verbraucherzentrale noch keine übermäßige Nachfrage nach Glühlampen-Restposten. „In 34 Beratungsstellen wurden Erhebungen vorgenommen, in den besuchten Märkten bleiben Hamsterkäufe aus”, sagt Claudia Schmitz, Leiterin der Verbraucherzentrale Alsdorf.

Vielleicht liegt es daran, dass viele Bürger bereits Energiesparlampen benutzen, vielleicht liegt es aber auch daran, dass es einige noch nicht so recht glauben können: Seit 1. September dürfen klare Glühlampen ab 100 Watt und alle matten Glühlampen EU-weit nicht mehr hergestellt und auf den Markt gebracht werden.

Vorbehalte ausräumen

„Wir wollen uns an die Verbraucher wenden, die noch Vorbehalte haben”, erläutert Schmitz, die mit Praktikantin Mathilde Domingues den neuen Einkaufsplaner der Verbraucherzentrale vorstellt.

Hier werden alle gängigen Fragen rund um Energiesparlampen beantwortet. Erhältlich ist der nützliche Helfer auch am Aktionstag, Freitag, 4. September, 9 bis 13 Uhr, unter dem Motto: „Mission Stromsparen - Mehr Licht für weniger Geld” in der Beratungstelle, Bahnhofstraße 36-38, sowie am Samstag, 5. September, 10 bis 12 Uhr, im Rathaus Baesweiler. Damit Verbraucher bei der Suche nach energiesparenden Lampen nicht im Dunkeln tappen, gibt es jede Menge Tipps.

„Mit Blick auf die Umwelt und unter dem Kostenaspekt ist das Aus für die Glühlampe ein richtiger Schritt”, rechnet Claudia Schmitz vor: „Tauscht ein Haushalt nur eine herkömmliche 100-Watt-Glühlampe gegen eine 20-Watt-Energiesparlampe mit gleicher Lichtausbeute aus, spart er - auf die durchschnittliche Lebensdauer von 10.000 Stunden gerechnet - rund 175 Euro an Stromkosten ein. Und die Umwelt wird mit einer Viertel Tonne Kohlendioxid weniger belastet.”

Energiesparlampen halten erheblich länger. Allerdings gibt es Qualitätsunterschiede, erklärt Schmitz. Die günstigen Lampen vom Discounter halten oft nicht so lange wie die etwas teureren Markenlampen.

Letztere kosten für beispielsweise 25 Watt etwa 5 Euro und sollen etwa sechs Jahre halten. Auch gibt es Energiesparlampen mit Quickstart, die schneller ihr volles Lichtspektrum erreichen.

Ähnliche Formate wie die der Glühlampen gibt es längst: „Das ist gerade dort von Bedeutung, wo es auf die Optik ankommt, etwa bei Kerzenleuchtern”, sagt die Beraterin. Die Energiesparlampen der Anfangzeiten standen gerne unschön aus den Kerzenleuchtern heraus - ein Manko. Heute gibt es auch Kerzenformen unter den energiesparenden Vertretern.

Praktisch erweist sich hier der neue Einkaufsplaner - er beinhaltet einen Schablonensatz aus Pappe: Glühlampen in Originalgröße geben Entscheidungshilfen, um sie durch adäquate Energiesparlampen zu ersetzen. Weiterhin informiert er über die gesetzlichen Grundlagen, verschafft Überblick bei Halogenlampen, LEDs und Energiesparlampen und beantwortet alle gängigen Fragen - von der Lichtfarbe über die Lichtausbeute bis hin zur Entsorgung der Lampen über den Sondermüll.

Ein Stromsparrechner hilft bei der Berechnung, wieviel Stromkosten durch den Austausch einer herkömmlichen Glühlampe gegen eine Energiesparlampe mit gleicher Lichtausbeute gespart werden kann.

Wer die „Mission Stormsparen” im Haushalt konsequent angehe, schone nicht nur Umwelt und Portemonnaie, sondern rüste sich für die Zukunft: „Stufenweise sollen bis 2016 alle Glühlampen durch Energiespar-Lampen der Effizienzklassen A und B ersetzt werden”, skizziert Claudia Schmitz den europaweiten Abwicklungsplan für die Glühlampe.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert