Glasfaser: Dörfer sind online, Setterich könnte folgen

Von: Stefan Schaum
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Man bleibt gern im Gespräch: ITS-Geschäftsführer Dirk Pfeifferling (r.) freut es, dass das Unternehmen Deutsche Glasfaser – hier vertreten durch Marco Westenberg und Nicole Holländer – Interesse an einem weiteren Ausbau in Baesweiler hat. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. Bloß noch ein paar Meter Glasfaserkabel sind auf der Rolle, für die letzten 20 Hausanschlüsse. Besser: die vorerst letzten Anschlüsse. Denn das Unternehmen Deutsche Glasfaser, das derzeit den Ausbau in Loverich-Floverich, Beggendorf und Puffendorf abschließt, denkt bereits laut über eine Verlängerung nach.

Zunächst wurde jetzt aber der Abschluss dessen gewürdigt, was im Mai begonnen hatte: Der Anschluss der „Sorgenkinder“, der kleinen Dörfer. Dort war bis dato die Übertragungsgeschwindigkeit im Internet nicht der Rede wert. Das lahme Tempo wurde aufgepeppt, bislang wurden 41 Prozent der Haushalte mit Glasfaserkabel versorgt.

„Während der Bauphase sind erfreulicherweise noch einige Kurzentschlossene hinzugekommen, die auch angebunden werden wollten“, begrüßt Marco Westenberg, NRW-Verantwortlicher des Unternehmens Deutsche Glasfaser, die Resonanz. Was ihn beim Abschlussgespräch im Internationalen Technologie- und Servicecenter (ITS) besonders freute: Während es im Heinsberger Raum beim Ausbau Probleme mit Subunternehmern gegeben hatte, ging der Ausbau mit der Firma Potex in den Baesweiler Dörfern reibungslos über die Bühne. „Die Arbeit konnte sich sehen lassen. Das war schon ein beachtliches Tempo, mit dem das über die Bühne gegangen ist.“

Innerorts wurden gut 27 Kilometer Kabel verlegt, zwischen den Dörfern und bis zu den Verknüpfungspunkten bei Immendorf noch einmal 14 Kilometer. Rund 3,2 Millionen Euro hat die Deutsche Glasfaser in den Ausbau investiert. Und wenn man einmal da ist – warum dann nicht weitermachen? „Wir haben nach wie vor großes Interesse an der Stadt“, sagte Westenberg im Gespräch mit ITS-Geschäftsführer Dirk Pfeifferling. Besonders konkret ist Setterich im Blick, beziehungsweise einzelne Teile davon.

Denn der Versorgungsgrad in Sachen Internet ist höchst unterschiedlich. Während es im einen Straßenzug richtig flott läuft, schleppt es sich in einem anderen so dahin. Pfeifferling: „Wir überlegen derzeit gemeinsam, ob es innerhalb der Ortsteile noch Bereiche gibt, die angeschlossen werden können“, sagte Pfeifferling. Denn nur die, die unter schlechter Verbindung leiden, werden wohl anbeißen. Es könnten genug sein, hofft Westenberg darauf, das Ganze wirtschaftlich darstellen zu können.

„Mehr als 2000 potentielle Anschlüsse in Setterich sollten drin sein.“ Die Dörfer sieht er da durchaus als Lockmittel. „Wenn Loverich jetzt Leitungen mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s hat, werden Settericher vielleicht sagen, dass ihnen 30 Mbit/s auch nicht mehr reichen.“

Unabhängig von der Deutschen Glasfaser wird der Ausbau im Gewerbegebiet vorangebracht. Quasi als Insellösung entsteht dort ein eigenes Glasfasernetz, wie Dirk Pfeifferling sagt. Auch ältere Gewerbestandorte am Arnold-Sommerfeld-Ring – Richtung Setterich – sollen in gut einem Jahr angebunden sein.

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