Glasfaser: Die Verträge sind unterschrieben

Von: Stefan Schaum
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Unterzeichnet: Bürgermeister Dr. Willi Linkens und Gerda Johanna Meppelink (Deutsche Glasfaser) setzten ihre Unterschriften unter den Vertrag. Im Beisein von Tiefbauamtsleiter Arndt Bleimann, dem Technischen Beigeordneten Peter Strauch, ITS-Geschäftsführer Dirk Pfeifferling, und Glasfaser-Regionalmanager Marco Westenberg (v.l.). Foto: S. Schaum

Baesweiler. Der gestrige Ortstermin im Rathaus hatte nicht zuletzt Beweischarakter. Zwar hatten sich die Stadt Baesweiler und das Unternehmen Deutsche Glasfaser schon vor einigen Wochen darauf geeinigt, dass der Breitbandausbau in Beggendorf, Loverich-Floverich und Puffendorf starten kann, doch sind die entsprechenden Verträge erst jetzt unterzeichnet worden.

Nachdem es beim Ausbau im Heinsberger Raum Probleme mit Kooperationspartnern gegeben hatte, soll für Baesweiler nun die Leipziger Potex GmbH die Arbeiten ausführen. Die nötigen Abstimmungen hatten die endgültige Vertragsvorlage hinausgezögert, nachdem die vom Investor Deutsche Glasfaser geforderte Anschlussquote von 40 Prozent der Haushalte bereits erreicht worden war. Nun soll alles flott gehen, versicherte Regionalmanager Marco Westenberg. „Wir bereiten jetzt alles vor, dann brauchen wir gut drei Monate Bauzeit.“ Schon im Juni sollen viele Haushalte mit High-Speed online unterwegs sein können. Über Beggendorf kommend soll das Netz erschlossen werden, zwischen den Ortsteilen sind gut 4,3 Kilometer Leitung erforderlich. Diese Strecken sind zugleich ein „Sorgenkind“ im Finanzplan, wie Unternehmenssprecherin Gerda Johanna Meppelink sagte.

Rund 2,2 Millionen investiert das Unternehmen in den Ausbau. Verdienen kann es aber letztlich nur an den Hausanschlüssen, gut 1400 sind es in den vier Stadtteilen. Die Strecke zwischen den Dörfern ist nötig – aber totes Kapital. Meppelink: „Bei künftigen Netzen müssten Kommunen im Idealfall hingehen, und Kosten für die Strecken zwischen den Ortslagen übernehmen. Sonst wird der Breitbandausbau im ländlichen Bereich eine wahnsinnige Herausforderung bleiben.“ Gibt es denn auch künftige Etappen innerhalb Baesweilers? Diese Nachfrage mochte Bürgermeister Dr. Willi Linkens sich nicht verkneifen. Und Westernbergs Antwort war kein Nein. „Aber wir bringen das jetzt erstmal zu Ende und dann schauen wir.“

So wird der anstehende Ausbau zu einer Messlatte. Macht das Unternehmen seine Sache gut, will die Stadt ganz sicher mehr. „Zufriedenheit der Bürger ist die beste Werbung für den Rest“, sagte Linkens. Großbaustellen soll es unterwegs nicht geben, Straßen müssen – wenn überhaupt – nur kurz gesperrt werden, sagte Westenberg. „90 Prozent von dem, was wir morgens öffnen, ist schon am Abend wieder zu!“ Nur etwa 40 Zentimeter unter der Oberfläche sollen die schmalen Leerrohre gezogen werden, durch die anschließend per Luftdruck die Glasfaserkabel geschossen werden.

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