Würselen - Gitarristin Nina Schwarz begeistert beim Saisonauftakt

Gitarristin Nina Schwarz begeistert beim Saisonauftakt

Von: ehg
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Meisterin ihres Genres: Nina Schwarz spielte traditionelle Lieder aus Apulien, Mexiko, Siebenbürgen und auch Spanien. Foto: Andrea Thomas

Würselen. Wie herrlich es zu fliegen ist um zwei Uhr morgens, das erlebten die Besucher von „Pius am Mittwoch” zum Auftakt der neuen Saison musikalisch in ausgefallener Weise. Auf eine abenteuerliche Liebesreise durch verschiedene Epochen und Musikrichtungen nahm Nina Schwarz die zahlreich versammelten Musikfreunde im Pfarrheim an der Ahornstraße auf ihrer Renaissancelaute und ihrer Gitarre mit.

Mexiko und Siebenbürgen

Sie bot nicht nur instrumental, sondern auch gesanglich einfühlsam und stimmungsvoll ihren 2006 zusammengestellten Zyklus „Nachtgesang” dar und schlug dabei einen weiten Bogen von klassischer Musik bis zu traditionellen Liedern aus Apulien, Mexiko, Siebenbürgen und Spanien.

Was Fingerfertigkeit und Griffsicherheit anbetraf, erwies sie sich die in Mönchengladbach geborene Musikerin, die in Wuppertal und Aachen klassische Gitarre studierte sowie eine private Gesangsausbildung erfuhr, als wahre Meisterin ihres Genres. Dabei darf nicht unerwähnt bleiben, dass sie alle selbst arrangierten Lieder auch noch in der Originalsprache darbot.

„Träume, mein Kind, vom Wind und vom Meer”, startete die Virtuosin ihren „nächtlichen” musikalischen Streifzug mit einem traditionellen Wiegenlied aus Apulien. Anschließend verzückte sie ihr Publikum mitÊ der Tarantella „La Carpinese”, einem Liebeslied aus derselben spanischen Region. Obwohl die Dozentin für Gitarre und musikalische Früherziehung meist nur leise Töne anschlug, begeisterte sie ihr Publikum von der ersten Minute an.

Auch machte Nina Schwarz einen musikalischen Sprung ins 16. Jahrhundert, und zwar an den Hof der Königin Elisebath I. Temperamentvoll gelangte in „Say, love, if ever thou didst find” der englische Komponist John Dowland zu Ehren. Mit „Wildvögelein”, einem Lied aus Siebenbürgen, machte sie in der deutschsprachigen Musikszene Station. Zudem lüftete Nina Schwarz noch das Geheimnis um das mexikanische Lied „La Llorona - La Bruja”. Dabei demonstrierte die virtuose Lauten- und Gitarrenspielerin erst recht, wie herrlich es ist, zu fliegen um zwei Uhr morgens. Es durfte geträumt werden!

Einbezogene Betrachter

Den kunstvollen dekorativen Rahmen für das Konzert von Nina Schwarz entwarf der ortsansässige Maler Johann Walter Schwartz mit seinen neuesten Exponaten. Seit vielen Jahren schon künstlerisch in Erscheinung getreten, präsentiert er sich nach längerer Zeit wieder in seiner Heimatstadt. Aus den Grundformen Viereck, Dreieck und Kreis heraus entwickelt er seine Kunstwerke. Dabei stellt er mit meist leuchtenden starken Farben in seinen Ölbildern innere, tiefere .. (ehg)Ê
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