Gewerbeflächen in Herzogenrath weiter ausbauen

Von: mabie
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Das Handwerk unterstützen: Vor allem am künftigen Gewerbestandort auf dem ehemaligen Vetrotex-Gelände an der Bicherouxstraße gibt es dafür Flächen. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Drei Gewerbegebiete kann Roda derzeit vorweisen, und nicht nur in Zeiten des Wahlkampfes um den Bürgermeisterposten soll der Gewerbestandort Herzogenrath weiter gestärkt werden. Bürgermeister Christoph von den Driesch und Wirtschaftsförderer Ingo Klein bekommen in diesen Tagen Unterstützung von der Agit (Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer), die Herzogenrath auch im innerregionalen Vergleich gut aufgestellt sieht.

„Von der Nachfrage her ist die Stadt gut sortiert“, unterstrich Dr. Helmut Greif, Geschäftsführer der Agit. So seien hier trotz des deutlich spürbaren Rückgangs der veräußerten Gewerbeflächen in der Region Aachen mit dem Gewerbegebiet „Dornkaul“ und dem Gewerbepark „Nordstern“ in den vergangenen zwei Jahren viele Grundstücksverkäufe zu vermelden.

18 Hektar Erweiterungsgebiet

Dazu gesellt sich das ehemalige Vetrotex-Gelände an der Bicherouxstraße, das gemeinsam mit dem „Dornkaul“ genannten Erweiterungsgelände des Technologieparks Herzogenrath (TPH) noch knapp 18 Hektar für künftige Erweiterungen zur Verfügung stelle, sagte Dr. Greif.

Nach Auskunft von Agit-Projektmanager Roman Allekotte seien in Roda vor allem Dienstleister angesiedelt, die sich vor Handel, Handwerk und Gewerbe platzieren. Im Gewerbeflächen-Monitoring, das die Agit für die Region nun schon seit mehr als zehn Jahren betreibt, fällt zudem auf, dass etwa die Hälfte der 28 zwischen 2003 und 2012 veräußerten Grundstücke an Unternehmen aus Herzogenrath ging.

„Bevor wir Unternehmen verlieren, müssen wir Möglichkeiten bieten“, sagte Ingo Klein dazu. „Wir warten nicht darauf, dass jemand kommt, sondern wir gehen auch auf andere zu“, unterstrich der Verwaltungschef im Hinblick auf die von der SPD angedeutete Zahnlosigkeit der Wirtschaftsförderung.

Lob für Wirtschaftsförderung

Dem setzte von den Driesch entgegen, dass gerade zwischen 2010 und 2012 die Wirtschaftsförderung durch die zentrale Organisation im Rathaus gut gearbeitet habe. „Obwohl wir eine der flächenärmsten Kommunen in der Region sind, sind wir in der Lage, in jedem Stadtteil mit Gewerbeflächen aufwarten zu können.“ Herzogenrath sei Firmensitz vieler „Hidden Champions“, Firmen, die am Weltmarkt Bedeutung als Zulieferer oder Dienstleister haben.

Keinen Hehl machte der Verwaltungschef daraus, dass noch weitere Flächen für künftige, derzeit gut nachgefragte Ansiedlungen, zur Verfügung stehen müssen. „Darum müssen wir das ehemalige Vetrotex-Gelände schnell in Wert setzen“, sagte von den Driesch, der sich dort vor allem das innovative Handwerk als Standortfaktor wünscht. So könne trotz der nur in Kohlscheid gegebenen Nähe zur Autobahn eine Basis für Ansiedlungen erreicht werden. Projektmanager Allekotte sah neben den an der Bicherouxstraße vermarktbaren Flächen noch Raum im „Dornkaul“.

„Dort stehen in den nächsten drei bis fünf Jahren 11,74 Hektar zur Verfügung.“

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