Würselen - Gewerbeflächen: Den Leerstand genau im Blick

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Gewerbeflächen: Den Leerstand genau im Blick

Von: Georg Pinzek
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Weite Wege zum Einkaufen: Geschäfte in erreichbarer Nähe sind für Senioren besonders wichtig. Foto: Georg Pinzek
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Das Angebot muss stimmen: Damit Kaufkraft in der Stadt gebunden wird. Foto: Stock/CandyBox

Würselen. Die Entwicklung der Verkaufsflächen in Würselen hat der auch für die Stadtplanung zuständige Fachbereichsleiter Manfred Schmitz-Gehrmann seit Jahren genau im Blick. Im Rathaus legte er jetzt seinen aktualisierten Bericht vor.

Für 2013, so stellt er fest, beträgt die Gesamt-Verkaufsfläche im Gewerbegebiet Aachener Kreuz 129.300 Quadratmeter in 53 Betrieben. In dem Gewerbepark stünden aber auch mehrere Tausend Quadratmeter Verkaufsflächen leer.

2006 seien es noch rund 2460 Quadratmeter gewesen, der Höchststand sei 2009 mit 5770 Quadratmetern erreicht worden. Aktuell seien es 3600 Quadratmeter. 80 Prozent der Verkaufsflächen im Würselener Stadtgebiet liegen laut Schmitz-Gehrmann im Gewerbegebiet Aachener Kreuz. Auch der Zuwachs an Verkaufsflächen von 2006 bis 2013 um insgesamt 31.650 Quadratmeter entfalle zu 90 Prozent auf das Gewerbegebiet.

In der Innenstadt habe es 2008 die größte Erweiterung der Flächen mit 7300 Quadratmetern im Recker-Park gegeben. Gleichzeitig seien auch die Leerstände in der Innenstadt auf einem Rekord mit insgesamt 6470 Quadratmetern gewesen, verursacht vor allem durch die Schließung von Möbelhäusern. Schmitz-Gehrmann: „2013 haben die Leerstände eine Größenordnung von 3170 Quadratmetern in 28 Ladenlokalen, wozu vor allem ehemals Aldi (630 Quadratmeter) und ehemals Kaiser’s (620 Quadratmeter) am Morlaixplatz sowie 400 Quadratmeter im Recker-Park und 400 Quadratmeter ehemals Schlecker an der Bahnhofstraße beitragen. Insgesamt gibt es 2013 in der Innenstadt 146 genutzte Ladenlokale mit rund 26.000 Quadratmeter Verkaufsflächen.“

Broichweiden habe 2009 einen Zuwachs um 1400 Quadratmeter Verkaufsflächen durch den Neubau des Rewe-Marktes verzeichnet. Die Leerstände seien dort relativ klein, von 50 Quadratmeter in 2009 auf 285 Quadratmeter in 2013 gestiegen. Der Grund liege vor allem in der Schließung des ehemaligen Schlecker-Marktes (190 Quadratmeter). 2013 wurden in Broichweiden 42 aktive Einzelhandelsbetriebe mit insgesamt rund 3900 Quadratmetern Verkaufsflächen gezählt.

Seit 2010 gebe es auch in Morsbach einen größeren Leerstand mit 740 Quadratmetern durch die Schließung des Plus an der Bardenberger Straße. Dadurch verringerten sich hier die Verkaufsflächen auf 1900 Quadratmeter in zwölf Ladenlokalen. Auch in Bardenberg sind die Verkaufsflächen seit 2006 um 355 Quadratmeter auf 1000 Quadratmeter in diesem Jahr gesunken, ebenfalls vor allem verursacht durch den ehemaligen Schlecker-Markt (190 Quadratmeter). Aktuell seien hier 20 Läden und drei leere Lokale zu verzeichnen. Oppen-Haal mit dem Bereich Alter Kaninsberg weise seit 2006 bis heute einen fast unveränderten Bestand von neun Ladenlokalen mit insgesamt 3100 Quadratmetern Verkaufsflächen auf. Leerstände seien hier nicht zu verzeichnen.

Die Nahversorgung mit dem täglichen Bedarf werde in der Innenstadt nur noch durch den Recker-Park (Edeka und Netto) und Kaiser’s an der Aachener Straße gewährleistet. Die südliche Innenstadt sei in Richtung alter Kaninsberg (Aldi, Lidl, Dursty) oder auch zum Gewerbegebiet (Toom) orientiert. Broichweiden sei mit dem neuen Rewe sowie einem Penny und Netto recht gut versorgt. Aldi und Rewe würden an der Peripherie die Versorgung von Morsbach und Bardenberg, das zudem noch über einen Netto verfüge, übernehmen. Nur Linden-Neusen, Euchen und Pley hätten keinen Nahversorger im 500-Meter-Radius.

Mit den Singer-Höfen seien 9200 Quadratmeter neuer Verkaufsflächen geplant, das entspreche einem Zuwachs von fast 40 Prozent der Innenstadt-Verkaufsflächen. Schmitz-Gehrmann: „Die Sortimente dort müssen sorgfältig mit dem vorhandenen Angebot und den bestehenden Versorgungslücken abgeglichen werden. Dennoch sind dadurch Verlagerungen und Leerstände in der Innenstadt zu erwarten.“

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