Gewerbe- und Wohngebiete: Bürgermeister Nelles ist zuversichtlich

Von: ehg
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Seit zehn Jahren arbeiten SEW und S-Immo erfolgreich bei der Entwicklung und Vermarktung von neuen Wohnbauflächen in Würselen zusammen. Manfred Zitzen (2.v.l.) von der SEW und Franz Jansen (5.v.r.) von der S-Immo, informierten MdL Eva-Maria Voigt-Küppers und Bürgermeister Arno Nelles (4.v.r.). Foto: W. Sevenich

Würselen. Wichtige gewerbliche Unternehmen in der Stadt persönlich zu besuchen, das hat sich Bürgermeister Arno Nelles auf die Fahnen geschrieben. Zu Besuch war er jetzt mit der Landtagsabgeordneten Eva-Maria Voigt-Küppers und dem Leiter der Stadtentwicklungsgesellschaft, Manfred Zitzen, bei der an der Monetstraße seit 2006 ansässigen Sparkassenkassen Immobilien GmbH.

Dort nutzte er auch die Gelegenheit, um mit den übrigen sieben Firmenvertretern, die sich im vor fünf Jahren von der Sparkasse Aachen erworbenen markanten Gebäudekomplex angesiedelt haben, locker ins Gespräch zu kommen.

Wichtig sei es, dass die Menschen zusammengeführt werden, die nicht nur im Gewerbepark Aachener Kreuz unternehmerisch tätig sind, betonte Nelles. „Um der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt einen zusätzlichen Schub zu geben, wird die Stadt Anfang des neuen Jahres zur Gründung eines Unternehmerforums einladen.”

Im Aachener Kreuz sieht Nelles die Keimzelle für die weitere wirtschaftliche Entwicklung nicht nur der Stadt, sondern auch der gesamten Region. „Wuchern können wir nicht nur mit seiner Lage in Europa, sondern auch mit seiner Nähe zu den wissenschaftlichen Zentren in Aachen.”

Wie der Bürgermeister betonte, „laufen derzeit erfolgversprechende Gespräche zur weiteren Ansiedlung von Unternehmen auf Würselener Boden”. Auf 11 Hektar freier Fläche bestünden am Aachener Kreuz noch ausreichend Möglichkeiten zur weiteren Ansiedlung. Bereits angesiedelt haben sich auf dem 169 Hektar großen Gelände 250 Firmen mit rund 5500 Arbeitsplätzen.

Dass sich das 19 Hektar große Gewerbegebiet Merzbrück, das künftig über die Kreisstraße 34 mit dem Aachener Kreuz „verbändelt” sein wird, genauso günstig wie das Aachener Kreuz entwickeln werde, dessen ist sich der Bürgermeister sicher.

Seit nunmehr zehn Jahren arbeiten, wie Sparkassen-Vorstandsmitglied Norbert Laufs feststellte, die Stadtentwicklungsgesellschaft und die Sparkassenimmobilien GmbH mit Franz Jansen an der Spitze zusammen. Der Grundstein für diese Kooperation war 2001 mit der Realisierung des Neubaugebietes Troppenbruch am Alten Kaninsberg gelegt worden.

Die Troppenbruch GmbH schuf die Voraussetzungen für den Bau von 36 Einfamilienhäusern. Der dabei erzielte Erfolg bestärkte die Partner, neue Maßnahmen anzugehen. Es wurden an der Pricker Straße und im Bereich Kasinostraße in Morsbach zwei weitere Neubaugebiete entwickelt und vollständig vermarktet. Insgesamt hat die „Bauland Würselen”, wie sich die ehemalige Troppenbruch GmbH heute nennt, rund 100 Bauparzellen erschlossen, die zum überwiegenden Teil von privaten „Häuslebauern” mit freistehenden Einfamilien- oder Doppelhäusern bebaut wurden.

Mit der Erschließung des Baugebietes Kapellenfeldchen engagiert sich die Würselener Bauland nunmehr auch im wohl größten Entwicklungsbereich der Stadt Würselen der letzten Jahrzehnte. Zwischen dem Medizinischen Zentrum an Mauerfeldchen, der Dobacher Straße und dem Gewerbepark Aachener Kreuz hat die Gesellschaft insgesamt 115.000 Quadratmeter bisher landwirtschaftlich genutzte Fläche erworben.

Dazu Manfred Zitzen von der SEW: „Hier sollen in den nächsten Jahren in mehreren Bauabschnitten mehr als 200 Häuser mit einer Nettobaulandfläche von 84.000 Quadratmetern entstehen.” Dass die Grundstücke ab 2012 an den Markt gebracht werden können, davon geht Zitzen aus.

Dem ehrgeizigen Vorhaben stehen - so Norbert Laufs - Investitionen der Gesellschaft von insgesamt rund 20 Millionen gegenüber. „Den doppelten Betrag werden die Bauherren in den nächsten Jahren in die Hochbauten investieren.” Die Planungsentwürfe sehen einen städtebaulich attraktiven Mix aus freistehenden Einfamilienhäusern, Reihen- und Doppelhäuser sowie einen angemessenen Anteil an Eigentums- und Mietwohnungen vor. Manfred Zitzen und Immo-Chef Franz Jansen sind sicher: Die exponierte Lage des Baugebietes mit ausgezeichneter Anbindung an die Autobahn und das Oberzentrum Aachen dürften eine zügige Vermarktung wohl garantieren.

Im Gebäudekomplex Monetstraße hat nicht nur die Sparkassen Immobilien GmbH auf 900 Quadratmetern ihr neues Domizil aufgeschlagen. Neben ihr sind mittlerweile auch sieben weitere Unternehmen auf rund 5500 Quadratmeter Büroflächen auf drei Ebenen ansässig. Darüber hinaus verfügt der Komplex noch über 1350 Quadratmeter Gewerbe- und Lagerflächen im Untergeschoss. Aktuell sind rund 90 Prozent der Gesamtfläche vermietet. In den acht ansässigen Firmen verdienen 200 Frauen und Männer ihr tägliches Brot.

Nun hofft Nelles darauf, dass die gute Erreichbarkeit des Gewerbeparks Aachener Kreuz durch einen zusätzlichen Autobahnanschluss erweitert werden kann, für den sich die Landtagsabgeordnete Eva-Maria Voigt-Küppers und der Bundestagsabgeordnete Helmut Brandt (Alsdorf) gemeinsam stark machten.
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