Gesundheitsministerin Ulla Schmidt bei Kronenbrot

Von: Andreas Gabbert
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Kontakt vor Ort: Während eines Gangs durch die Produktionsanlagen der Firma Kronenbrot hatte Ulla Schmidt Gelegenheit, sich selbst ein Bild von der Arbeitsweise und den Bedingungen zu machen. Foto: AZ

Würselen. Die Sicherheit der Arbeitsplätze in der Aachener Region stand am Montag im Mittelpunkt eines Besuchs von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) bei der Großbäckerei Kronenbrot KG in Linden-Neusen.

In Zeiten der Wirtschaftskrise sei der Mittelstand das Fundament des Aufbaus, erklärte sie. „Je näher die Unternehmen an den Menschen sind, desto weniger sind sie von der Krise betroffen.” Dazu gehöre auch die Nahrungsmittelindustrie. In der Krise habe der Mittelstand entscheidende Verantwortung, gerade die Familienunternehmen seien es, die Verantwortung vor Ort übernehmen.

Die Aufgabe der Politik müsse es sein, „versuchen zu stabilisieren und abzufedern”. Die Frage sei, was die Politik an den Rahmenbedingungen ändern könne, um den Unternehmen entgegen zu kommen. Als Beispiel nannte Schmidt die Diskussion über den Salzgehalt des Brotes.

Ursprünglich wollte die Europäische Union (EU) gesundheitsbezogene Werbeaussagen lediglich auf ihren wissenschaftlichen Wahrheitsgehalt hin prüfen lassen und dann erlauben. Doch plötzlich war von Grenzwerten für die Bestandteile Salz, Zucker und Fett, die Rede, die von den Lebensmittelprüfern der EU festgelegt werden sollten. Deutsches Brot geriet in die Kritik, weil es pro 100 Gramm Teig 1,5 Gramm Salz enthält und nicht, wie es die EU gerne hätte, ein Gramm. Deutsche Bäcker erzwangen eine Klarstellung.

„Insbesondere in der aktuellen Finanzkrise sehen die Menschen, welch hohen Stellenwert der Mittelstand und sichere Arbeitsplätze im Handwerk haben”, sagte der geschäftsführende Gesellschafter Lothar Mainz. Dazu zähle auch die „Familienbäckerei” Kronenbrot, in der seit 1865 in fünfter Generation gebacken wird. Heute arbeiten mehr als 1000 Menschen für das Unternehmen an den Standorten Würselen und Witten.

Unabdingbar für den langfristigen Erfolg seien die rechtlichen Rahmenbedingungen und starke Fürsprecher für die Region Aachen, betonte Mainz. Ein wichtiger Erfolgsfaktor für das Unternehmen seien außerdem die Mitarbeiter: „Sie arbeiten im Durchschnitt 18 Jahre bei uns. Dieses Jahr beglückwünschen wir einige sogar zum 50-jährigen Jubiläum.” Mit dieser Erfahrung habe das Unternehmen bereits mehrfach die höchste europäische Bäckerauszeichnung - den Bundesehrenpreis in Gold - gewonnen.

Ein weiterer wichtiger Punkt des Besuchs der Gesundheitsministerin betraf die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter. In diesem Zusammenhang dankte Schmidt der Unternehmensleitung für die Beschäftigung vieler Menschen mit Behinderung. „Es ist wichtig, dass diese Menschen Arbeit finden und am Leben teilhaben”, betonte Schmidt. Mainz sicherte zu, diese Arbeitsplätze weiter auszubauen.

Ein weiterer wichtiger Punkt für die Ministerin war auch das Thema „Gesunde Ernährung”. Dabei ging sie auf die Bedeutung ballaststoffreicher Nahrungsmittel wie Brot ein. Außerdem stellte sie die besondere Qualität und Vielfalt der Backwaren aus dem Rheinland heraus. „Selbst in Berlin bringen sich Leute ihr Brot aus dem Rheinland mit.”

Bei einem Rundgang durch die Fertigungsanlagen konnte sich die Ministerin selbst ein Bild von der Arbeitsweise und den Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter machen.
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