Alsdorf - Geschichtsverein: Die Schlacht bei Baesweiler

Geschichtsverein: Die Schlacht bei Baesweiler

Von: nt
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Alsdorf. Die „Schlacht bei Baesweiler“ am 22. August 1371 hat hunderte Menschen ihr Leben gekostet, viele weitere sind gefangen genommen worden.

Es war ein geschichtsträchtiges Ereignis, über das der Historiker Armin Meißner im Rathaus Alsdorf referierte. Angeboten wurde der Vortrag vom Geschichtsverein Alsdorf e.V. in Kooperation mit der VHS Nordkreis. Rund 60 Geschichtsinteressierte waren gekommen, um sich die (teils neuen) Erkenntnisse des Historikers anzuhören. Die Schlacht habe eine enorme Tragweite gehabt, so Meißner. Vielen sei dies überhaupt nicht bewusst. „In den paar Stunden sind die Kronen und Länder Westeuropas verhandelt worden“, sagte er.

Seit vielen Jahren beschäftigt sich der studierte Germanist mit dem Thema, wälzte unzählige literarische Werke während seiner Recherchearbeit. Bei dem Vortrag ging es in erster Linie um die politischen Hintergründe der Schlacht. Anhand von Karten und Stammbäumen stellte Meißner anschaulich dar, welche verzwickten familiären Konstellationen und Beweggründe hinter dem Ereignis standen.

Erweiterung des Territoriums

„Es war damals gang und gäbe bei Schlachten neues Gebiet zu erobern“, erklärte er. Herzog Wenzel I., der Bruder von Kaiser Karl IV., herrschte damals über den Westen Europas, war Reichsvikar. Sein Ziel war es, sein Territorium in Richtung Osten zu erweitern. Das Herzogtum Jülich war ein wichtiges Gebiet um Handelswege zu verbessern, und darum griff er es 1371 an.

Position im Machtgefüge

Bei Baesweiler trafen die Truppen aufeinander. Es kam zur Schlacht. Dank Unterstützung des Herzogtums Geldern gewann Jülich. Das hatte für das Herzogtum Jülich eine bessere Position im Machtgefüge Europas zur Folge. Doch nicht nur die Herrschenden spielten damals eine Rolle. Welche Bedeutung hatten die Bauern? Wie waren die Truppen damals ausgestatten? Und was für Waffen wurden eigentlich verwendet?

Auch diesen Fragen widmete Meißner einige Zeit. „Möglicherweise wurde sogar mit den ersten Formen von Feuerwaffen gekämpft“, gab der Historiker an. Mit zeitgenössischen Kunstwerken rund um die Schlacht begeisterte er seine Zuhörer.

Und spätestens am Ende seines Vortrags war allen klar, was Meißner in Worte packte: „Wenn Wenzel I. die Schlacht damals nicht verloren hätte, wäre die Geschichte einen völlig anderen Gang gegangen.“ Das Hause Burgund wäre nicht kometenhaft aufgestiegen.

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