Baesweiler - Geschichtsverein Baesweiler eröffnet Archiv

Geschichtsverein Baesweiler eröffnet Archiv

Von: Nina Krüsmann
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Freuen sich über den nächsten erfolgreichen Schritt: die Mitglieder des Vorstands des Baesweiler Geschichtsvereins vor den gut gefüllten Regalen in den neuen Archivräumen. Foto: Nina Krüsmann

Baesweiler. Mit einem Tag des offenen Archivs hat der Baesweiler Geschichtsverein jetzt Eröffnung gefeiert. An der Alexanderstraße 14 haben die emsigen Vereinsmitglieder endlich ein neues Zuhause gefunden.

„Erstmals haben wir nun ein eigenes großes Archiv eingerichtet. Hier können Bürger Fragen zu ihrer Familiengeschichte klären, Informationen zur Regionalgeschichte erhalten oder selbst als Heimatforscher tätig werden”, erklärt der Vorsitzende Alexander Lohe. Seit seiner Gründung 2002 hat der Geschichtsverein 291 Mitglieder gewonnen. Das bisherige Archiv in der Grundschule Beggendorf bestand lediglich aus einem Abstellraum und war damit nur ein Notbehelf gewesen.

Zur Eröffnung zeigten Wolfgang Backhaus, Alexander Plum und Sascha Kochs interessante Ausstellungen zur 90-jährigen Geschichte der alten Settericher Bergbausiedlung von 1920, zur Historie Baesweilers und zur Arbeit der Familienforschung.

„Besonders herausragend in der Geschichte unserer Stadt ist natürlich die Grube Carl Alexander, der unser besonderes Augenmerk gilt”, erklärt der zweite Vorsitzende und Geschäftsführer Klaus Peschke. Eine Sonderausstellung zum 100-jährigen Geburtstag der Grube sei bereits erfolgt, demnächst sollen noch Zeitzeugen zu Wort kommen und weitere Materialien gesammelt werden. Auch der Themenkkomplex „Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter in Baesweiler” soll aufgearbeitet werden. „Man sollte bei der Arbeit an der Heimatgeschichte auch den Blick über den Tellerrand und die Einordnung in einen größeren Zusammenhang nicht vergessen”, steckt Lohe die Ziele ab.

Dem Verein liegt auch die Förderung des Nachwuchses am Herzen, deshalb strebt die Mitglieder auch eine Zusammenarbeit mit den örtlichen Schulen an. Dafür sollen Unterrichtsmaterialien erstellt werden.

Die vielen interessierten Besucher des neuen Archivs informierten sich gerne darüber, wie man das Archiv nutzen kann und welche Möglichkeiten der Mitarbeit im Verein es gibt. „Wir helfen zum Beispiel willigen Ahnenforschern bei der Erstellung ihres Familienstammbaums. Demnächst möchten wir dafür einen regelmäßigen Treff einrichten, damit die Leute auf unsere Datenbank zurückgreifen können”, kündigt Klaus Peschke an. Zunächst müssen aber noch Daten zusammengetragen und digitalisiert werden.

Der ehrenamtliche Bodendenkmalpfleger Alexaner Plum zeigte Fundstücke aus dem Baesweiler Boden. „In der mehr als 800-jährigen Geschichte Baesweilers hat sich da so einiges zusammengefunden”, erläutert Peschke und erinnert daran, dass Baesweiler an der einstigen Römerstraße „via belgica” liegt.

Der Umzug des Archivs weg aus dem kleinen Raum in der Beggendorfer Schule war mit viel Arbeit verbunden. Seit November waren die 100 Quadratmeter großen neuen Räume renoviert und eingerichtet worden. „Jetzt haben wir endlich Platz, unsere Bestände zu zeigen. Was uns die Leute alles aus Nachlässen und Kellern bringen, war bisher beim Vorstand gelagert”, erklärt Peschke, ehemals Leiter der Volkshochschule. Jetzt wird es überall wohl wieder mehr Platz geben.

Die Bürger sind eingeladen:

Der Geschichtsverein Baesweiler lädt Interessierte nach Terminabsprache in sein neues Archiv ein.

Informationen gibt es bei Klaus Peschke, 02401/3568.

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