Geschichtsmarkt erlebt eine Neuauflage

Von: nu
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Eines der vielen Bilder aus Alsdorfs Vergangenheit, die beim 2. Euregionalen Geschichtsmarkt präsentiert werden. Mit von der Partie sind unter anderen Dr. Ulrich Schröder und Catharina Scholtens vom Geschichtsverein Baesweiler, der Besitzer eines kleinen Heimatmuseums, Alfred Reimund, und Kaspar Honneff, Sohn des Alsdorfer Malers Bernhard Honneff. Foto: Margret Nußbaum

Baesweiler. Die Arbeit hat sich gelohnt, nun sollen die Lorbeeren eingesammelt werden. Der Geschichtsverein Baesweiler unter Leitung von Catharina Scholtens hat sich mächtig ins Zeug gelegt, um nach dem großen Erfolg vor zwei Jahren gemeinsam mit der Stichting Eurode 2000+ den Zweiten Euregionalen Geschichtsmarkt zu präsentieren, und zwar am Sonntag, 23. April, von 11 bis 17 Uhr in der Abtei Rolduc, Heyendallaan 82, 6464 Kerkrade. Der Eintritt ist frei.

„Eine einzigartige, grenzüberschreitende Ausstellung von insgesamt 34 Geschichtsvereinen aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden“, sagt Günter Pesler, Geschäftsführer des Baesweiler Geschichtsvereins. Mit Catharina Scholtens, seinem Vereinsfreund Dr. Ulrich Schröder, Kaspar Honneff vom Geschichtsverein Alsdorf und dem Alsdorfer Sammler Alfred Reimund traf er sich zu letzten Vorbereitungen.

Reimund nennt ein kleines privates Heimatmuseum sein Eigen. Das verlagert er am 23. April nach Kerkrade und präsentiert dort jede Menge Fotos. Sie dokumentieren, wie Bergleute in Alsdorf und Umgebung einst lebten und arbeiteten. Kaspar Honneff, jüngster Sohn des bekannten Alsdorfer Malers und Kunsterziehers Bernhard Honneff, zeigt Exponate seines Vaters mit alten Motiven aus Alsdorf, etwa das Kellersberger Schloss oder die EBV-Kokerei. Etwa 80 Bilder des vor knapp 30 Jahren verstorbenen Künstlers werden in der Abtei Rolduc ausgestellt.

Alexander Plum vom Geschichtsverein Baesweiler präsentiert eine reichhaltige Auswahl von Scherben. Sie stammen von regionalen Töpfereien und aus unterschiedlichen Epochen – von der Bandkeramik über die Eisenzeit und den Römern bis ins Hochmittelalter und die Neuzeit. Thomas Froitzheim stellt das von ihm entwickelte Genealogie-Programm „Genius“ vor. Darin finden sich Taufen, Geburten, Hochzeiten und Sterbefälle seit der Zeit des 30-jährigen Krieges. So wird Besuchern eine zuverlässige und gründliche Recherche innerhalb des eigenen Familienkreises ermöglicht.

Werner Offergeld wird auf Schautafeln die Auswandererwellen des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts dokumentieren. Auch Baesweiler Familien, etwa Bechold, Braun, Keller und Palenberg, sind darunter vertreten. Ein Hingucker wird das von Jürgen Brockauf und Dietmar Petschel erbaute Modell der Zeche Carl Alexander in Baesweiler sein. Alle Gebäude und Anlagenteile wurden im HO-Maßstab 1:87 gefertigt. Ein weiteres Highlight des Baesweiler Geschichtsvereins: Dr. Ulrich Schröder, stellt alte Original-Grafiken der englischen Stadt und Grafschaft Durham aus. „Die Sammelleidenschaft begann, als ich mit Schülern des Baesweiler Gymnasiums mehrmals unser Partnerschafts-District Easington besuchte“, erklärt der ehemalige Gymnasiallehrer.

Ebenfalls beim Euregionalen Geschichtsmarkt vertreten ist die Volkshochschule Nordkreis Aachen. Deren Leiterin Jana Blaney wird ein gemeinsames Projekt mit dem Geschichtsverein Baesweiler präsentieren, das von Historikern wissenschaftlich begleitet wird. Ergebnis des Projekts: eine spannende Veranstaltungsreihe, die im Herbst 2017 beginnt.

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