Würselen - Geschichtskreis befasst sich mit dem Priestergrab

Geschichtskreis befasst sich mit dem Priestergrab

Von: ehg
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Würselen. Bei der Erkundung der Geschichte(n) der Friedhöfe, Grabanlagen, Gedenkstätten und Ehrenmale im Stadtgebiet Würselen werden die Arbeiten des Geschichtskreises der Pfarre St. Sebastian immer mal wieder unterbrochen, weil der Blick auf Besonderheiten gefallen ist, denen bisher nur wenig Beachtung geschenkt worden ist.

So nun auch auf das Priestergrab. In ihm spiegelt sich ein Stück Orts- und Pfarrgeschichte wider. Es liegt am Hauptweg auf dem ältesten Teil des Friedhofs St. Sebastian. Er demonstriert in besonderer Weise die Synthese von Stadt, Kirche und Friedhof, wie der Leiter des Geschichtskreises, Hubert Wickerath, herausfand.

Neobarockes Grabmonument

Wie die dem heiligen Sebastian geweihte Kirche ist auch das Grabmonument neobarock gestaltet. Über die namentlichen Nennungen der Beisetzungen an dieser Stelle hinaus steht das Denkmal für alle verstorbenen Seelsorger, die an St. Sebastian segensreich gewirkt haben. Nachweislich wurden dort beerdigt: Dechant Matthäus Jakob Kaiser aus Elberfeld 1886, Pfarrer Heinrich August Aloys Hubert Antwerpen aus Kaiserswerth 1896, Pfarrer Wilhelm Papst aus Niederau 1910, Pfarrer Franz Michael Körffer, Ehrendomherr an der Domkirche in Aachen und Ehrendechant des Dekanats Herzogenrath, aus Merzenich 1933 sowie Kaplan Heinrich Wisgens im Jahre 1948. Bei der ersten nachweislichen Beisetzung im Jahre 1886 sei zu bedenken, „dass auch der verstorbenen Geistlichen gedacht worden ist, die auf dem Alten Kirchhof um unsere Kirche bis zur Aufgabe des Gottesackers eine letzte Ruhestätte gefunden hatten.“

Dank der Recherchen des langjährigen Leiters des Kulturarchivs und Ehrenbürgers der Stadt Würselen, August Liebenwein, ist die Priesterschaft ab 1353 vollständig. „In unvergänglichem Andenken wird der Gerechte sein“, habe sich – so Wickerath – die Pfarrer zum Andenken verpflichtet. Haben doch die ehrenamtlichen Helfer der Gruppe „Acht bis Zehn“ die Pflege dieser besonderen Grabstätte übernommen.

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