Würselen - Gesamtschule Würselen: CDU fühlt sich durch Bürgerreaktionen bestätigt

Gesamtschule Würselen: CDU fühlt sich durch Bürgerreaktionen bestätigt

Von: Karl Stüber
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Stellten die Schwerpunkte der Arbeit der CDU-Fraktion in Würselen vor: (v.l.n.r) Fraktionsvorsitzender Karl-Jürgen Schmitz, Martina Havers, Axel Steffes, Alexander Eck, Sylvia T. Köhne und Manfred Wirtz. Foto: Stüber

Würselen. Die CDU-Fraktion fühlt sich angesichts der schriftlichen Einlassungen aus Reihen der Bürgerschaft zum Standort Gesamtschule bestätigt. Bis zum Stichtag 31. Juli gingen laut Fraktionsvorsitzendem Karl-Jürgen Schmitz 32 Rückmeldungen bei der Stadtverwaltung ein, nachdem die Einladung dazu nebst Infomaterial von der Verwaltung an alle Haushalte ergangen war.

Nur zwei Zuschriften würden sich für einen Neubau der Gesamtschule an der Krott–straße aussprechen. Die überwältigende Mehrheit votiere für Sanierung und Ausbau der auslaufenden Realschule an der Tittelsstraße.

Dies ist auch die Meinung der CDU-Fraktion, wie Schmitz sagte. Er zeigte sich bei einer kurzfristig organisierten Pressekonferenz erfreut darüber, dass die Begründung pro Realschulausbau bei vielen Zuschriften recht umfangreich ausfiel. Schmitz räumte ein, dass angesichts von gut 39.000 Bürgern der Rücklauf von 32 schriftlichen Meinungsäußerungen sehr klein ausgefallen ist. „Die Tendenz ist aber klar. Über 90 Prozent sind für den Standort Tittelsstraße.“

Die Union argumentiert, diese Lösung sei mit weitaus geringeren finanziellen Belastungen und Risiken behaftet. Die Stadt Würselen habe schließlich noch eine Reihe anderer wichtiger Aufgaben trotz schwieriger Finanzlage vor der Brust. Dagegen habe sich der Koalitionspartner SPD nach Stand der Dinge klar für die Neubau-Regelung ausgesprochen. Schmitz appellierte an die Sozialdemokraten, „sich dem offenkundigen Bürgerwillen anzuschließen“. Ohnehin sei im Koalitionsvertrag die Haushaltssanierung Konsens. Schmitz warnte davor, die im Stadtrat am 29. September (Beginn um 18 Uhr im Rathaus) angesetzte Entscheidung über den Standort erneut zu verschieben. Der Zeitplan für den Umzug der gerade erst in der auslaufenden Hauptschule an der Lehnstraße gestarteten Gesamtschule, die dort nur zwei Jahre bleiben soll, gerate sonst in Verzug.

Schmitz deutete an, dass die an der Realschule notwendigen Ergänzungsbauten durchaus „ein paar Mark“ mehr kosten könnten, um aus dem Standort Realschule „eine tolle Gesamtschule zu machen“. Heißt: Der „Neubauanteil“ könnte größer ausfallen. Dies will Schmitz auch als Entgegenkommen gegenüber Koalitionspartner SPD gewertet wissen.

Zu anderen anstehenden und zu finanzierenden Aufgaben, welche die CDU die „günstigere“ Variante Tittelsstraße für die Gesamtschule präferieren lassen, gehört laut Schmitz die Ausstattung und Ertüchtigung des Gymnasiums als Ganztagsschule. Hierfür würde viel Geld benötigt.

Angesichts der unklaren Situation, wie es konkret um die weitere Entwicklung des Standorts Bardenberg des Medizinischen Zentrums Würselen (MZ) steht, will sich die CDU einschalten und umfassend von der Städteregion Aachen und der MZ-Geschäftsführung informieren lassen. Bislang seien diese wichtigen Fragen – wenn überhaupt – „nur“ über die Verwaltung gelaufen. „Da muss sich die Politik angesichts des wichtigen Themas direkt beteiligen“, sagt Schmitz. Die CDU habe Verständnis dafür, dass ein Krankenhaus wirtschaftlich betrieben werden muss, allein schon, um die ortsnahe medizinische Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten. „Wenn aber der Standort Bardenberg weiter ausblutet, müssen wir rechtzeitig einen Plan B entwickeln, wie es mit der Stadtentwicklung dort weitergeht“, fordert Schmitz.

Er bemängelt, dass die Politik bislang noch nicht von der eigenen Stadtverwaltung an der Meinungsbildung über die Sparvorschläge der Städteregion Aachen beteiligt worden ist. Dabei könnte Würselen von den Überlegungen mehrfach betroffen sein. Zur Disposition stehen Neubau des Amtes für Altenpflege, das Altenpflegeseminar, Zusammenlegung Euregio-Kolleg und Abendgymnasium und mehr. „Wir werden uns damit befassen“, kündigte Schmitz an.

Weiterer Investitionsschwerpunkt sei bei der Sportstättenplanung der Bereich Hallen. „Das ist unser größtes Dilemma“, sagte Schmitz mit Blick auf teilweise marode Gebäude. „Der 70-Jährige läuft kaum noch einem Fußball hinterher, betätigt sich eher sportlich in der Halle“, sieht die CDU in Verbesserung der Ausstattung mit Hallen den Vorrang vor Außenanlagen. „Ein Fass ohne Boden“ sei die kleine Halle am Markt in Broichweiden. Zudem behindere das Gebäude die weitere bauliche Entwicklung dort. Alle Ortsvereine dort seien sich einig darüber, dass eine Halle parallel zur Parkstraße errichtet werden müsse. „Eine tolle Ansage, die wir natürlich aufgreifen“, betonte Schmitz. Er sprach zudem von der Idee eines „Sportzentrums Handball“. Die Pläne für einen Ausbau des Sportplatzes Scherberg zu einer Leichtathletik-Sportstätte seien längst fertig in der Schublade. Dort mache eine solche Anlage Sinn.

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