Würselen - Gesamtschul-Neubau: Photovoltaikanlage gehört zum Konzept

Gesamtschul-Neubau: Photovoltaikanlage gehört zum Konzept

Von: Karl Stüber
Letzte Aktualisierung:
Gesamtschule
Im Neubau an der Krottstraße geplant sind 30 Klassen- und 15 Differenzierungsräume, eine Mensa mit 360 Quadratmetern und eine Aula mit 240 Quadratmetern. Illustration: Stadt Würselen

Würselen. Reicht der geplante Platz im gerade erst beschlossenen Neubau der Gesamtschule an der Krottstraße in Würselen? Wie steht es um Erweiterungsoptionen, wenn die Schule schneller wächst als gedacht? Zudem bleibt die Verkehrsanbindung ein wichtiges Thema. Mit dem Sachstand zu diesem Großprojekt und mit dem Gebäudeplan befasst sich am Donnerstag der Bildungsausschuss in öffentlicher Sitzung.

Besonders die Bürgerinitiative, die sich gegen den Neubau an der Krottstraße wendet, und kleinere Fraktionen im Stadtrat, welche die Sanierung der Realschule an der Tittelsstraße anstelle eines Neubaus favorisiert hatten, dürften die Realisierung des Großprojekts weiter kritisch begleiten, während die Schulgemeinschaft aus Lehrern, Schülern und Eltern die Fertigstellung herbeisehnt.

Der Bildungsausschuss nimmt seine Beratungen über die Informationen der Stadtverwaltung am Donnerstag, 23. November, um 17.30 Uhr im großen Sitzungssaal im Rathaus auf dem Morlaixplatz auf. Architekt und Projektplaner Lothar Winkler soll die Planung dann genauer vorstellen.

Nachdem der Stadtrat am 10. Oktober in nicht-öffentlicher Sitzung den Auftrag zum Bau und Betrieb der vierzügigen Gesamtschule am Standort Krottstraße an die Firma Goldbeck GmbH (Bielefeld) erteilt hatte, die nach komplizierter Bewertung das beste Konzept abgeliefert hat, geht es um diese Eckdaten: Im Neubau geplant sind 30 Klassen- und 15 Differenzierungsräume, eine Mensa mit 360 Quadratmetern und eine Aula mit 240 Quadratmetern.

Versorgung mit Fernwärme und eine Photovoltaikanlage sind Bestandteil des Konzepts. Die Bruttogeschossfläche des dreigeschossigen Baus beläuft sich auf exakt 11.424 Quadratmeter. Aus Gründen des Lärmschutzes erhalten die Räume zum Willy-Brandt-Ring (K 30) hin eine Lüftungsanlage.

Erweiterung ist möglich

Ohnehin war das Raumbuch, das Bestandteil der Ausschreibung war, mit der Schulleitung und Lehrern abgestimmt. Dazu wurden mehrere Workshops veranstaltet, betont die Stadtverwaltung. Nach Ende der ersten Angebotsphase vom potenziellen Partner aus der Privatwirtschaft sind die eingereichten Entwürfe nochmals geprüft und angepasst worden.

Die Entwürfe berücksichtigen demnach die Belange der Inklusion (barrierefrei). Für eine individuelle Betreuung ist für je zwei Klassenräume ein Differenzierungsraum vorgesehen. Zusätzlich werden in den Fluren offene Lernzonen für selbstständiges Lernen eingerichtet.

Nicht alles fand sich letztlich in der Endfassung wieder. Aber: „Nach der Vorlage der beiden finalen Angebote hat das Nutzergremium erneut geprüft. Es wurde festgestellt, dass die Hinweise aus der ersten Prüfungsphase weitgehend Berücksichtigung gefunden hatten, so dass aus Nutzersicht beide Entwürfe eine gute Lösung darstellen“, schreibt die Stadt dazu. Die Entscheidung zugunsten der Firma Goldbeck fiel im Wesentlichen aufgrund wirtschaftlicher Kriterien.

Der H-förmige Neubau der Gesamtschule, die derzeit noch in der ehemaligen Hauptschule in Würselen-Mitte untergebracht ist, soll zwischen Willy-Brandt-Ring im Osten und der Wohnbebauung im Westen an der Krottstraße platziert werden. In nördlicher Richtung und in unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich die Elmar-Harren-Sporthalle, im Süden der Sportplatz. Die Schüler sollen die neue Einrichtung von Westen her entlang der Sporthalle erreichen.

Die beiden langgezogenen „Schenkel“ des Neubaus umschließen freie Flächen, die als Pausenhöfe und Eingangshof genutzt werden. In der Mitte verbindet ein Gebäudeteil beide Teile mit Pausenhalle, Aula und Haupttreppe, Die Planer wollen so mit Blick auf die Lärmbelästigung von außen (Verkehr auf der K 30) und nach außen durch Schüler (nahe Wohnbebauung) abschirmen. Der Eingangshof im Norden soll mehr der Sekundarstufe II zugeordnet sein, der südlich wird über die Treppenhäuser an die Sekundarstufe I „angebunden“.

Die Stellplätze für Pkw befinden sich im Westen und werden über die Krottstraße angefahren. Weitere Parkplätze entlang der Südseite der Sporthalle sind ebenfalls über die Krottstraße und die nördliche Zufahrt erreichbar. Hier befinden sich zudem Moped-Stellflächen. Die Anlieferung für die Küche erfolgt ebenfalls auf diesem Weg, „unabhängig vom Fußgängerverkehr und ohne die Außenbereiche zu stören“.

Der Neubau soll durch die Material- und Farbauswahl als offenes, modernes und einladendes Gebäude wirken und mit gelblichen Klinkerriemchen verkleidet werden.

Zudem soll der Anteil von Glasflächen hoch sein. Außenbereiche werden teils überdacht, um geschützte Sitzmöglichkeiten zu schaffen.

Zusammengefasst heißt es in der Beschreibung der architektonischen Grundidee: „Helle und freundliche Farben, Ausblicke ins Grüne, schaffen eine einfache Orientierung und eine angenehme Atmosphäre im Gebäude.“ Eine Erweiterung der Gesamtschule ist im Süden möglich. Dort könnten an die beiden „Schenkelgebäude“ auf allen Ebenen zwei Klassenräume zusätzlich angebaut werden.

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