Gesamtschüler bauen Brücken für Europa

Von: Nina Krüsmann
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Selbstgebastelter Dreiländerpunkt und viele neue Erfahrungen: Diese Projektgruppe der Gesamtschule beschäftigte sich mit dem Thema „Aachen und das Dreiländereck”. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. Das Thema „Europa - Kultur und Lebensraum” hat die Schüler der Städtischen Gesamtschule Herzogenrath während ihrer Projekttage beschäftigt. „Wir hatten uns diesmal für Europa als Themenschwerpunkt entschieden, da auch unser Schulalltag europäisch geprägt ist”, so Schulleiter Daniel Bick.

Ein breites Sprachenangebot, Schüleraustausch und Europaprojekte seien nur einige Beispiele dafür: „Wir müssen unseren Schülern klarmachen, dass sie hier in einer einmaligen Grenzregion leben, am Vorhang zu Europa sozusagen”.

Groß war die Begeisterung für das Thema. In 38 verschiedenen Projekten setzten sich die rund 1000 Schüler mit dem Thema Europa auseinander - von theoretischen Überlegungen über die Entstehung Europas bis hin zu praktischen und künstlerischen Arbeiten sowie eigenen Erkundungstouren im Dreiländereck.

Dabei beschäftigten sich die Jugendlichen mit Kultur und Sprache, Küche und Sehenswürdigkeiten der einzelnen Länder. „Beim Italien-Projekt haben wir zum Beispiel venezianische Masken gebastelt und typische italienische Speisen zubereitet”, sagt die zwölfjährige Valerie Baumann.

„Typisch niederländisch sind Käse und Fritten, original belgisch ist Reisfladen und die Öcher sind natürlich bekannt für ihre Printen”, resümiert die 15-jährige Vanessa Kroll, die in der Dreiländereck-Gruppe mitgemacht hat. „Bei der Rallye durch Aachen haben wir viel über die Stadt gelernt und nebenbei Öcher Platt gelernt”, berichtet die 15-jährige Yvonne Mertens.

Kontakte weiter ausbauen

Auch Brücken wurden gebaut - und das gleich im doppelten Sinn. „Unsere Schüler bauten Brücken zu den deutschen Schulen in ganz Europa und knüpften erste Kontakte, die weiter ausgebaut werden sollen”, erklärt Lehrer Wolfgang Blasko. Nebenbei bastelten die Jugendlichen kleine Brücken aus Holz, Modelle berühmter europäischer Vorbilder, die vor Symbolik nur so strotzen.

Gearbeitet wurde im Klassenverband und in altersgemischten Gruppen. Die 35 Schüler der siebten Klassen beschäftigten sich mit acht europäischen Ländern. Atomium, Reisfladen und Waffeln prägten bei der Projektpräsentation den Infostand der Brüsseler Gruppe, leckere Tapas und Stier-Zeichnungen gab es bei den „Spaniern”. Drei Gruppen besuchten Brüssel und informierten sich über die dortigen Institutionen. „Unsere Schule ist dem europäischen Gedanken sehr verpflichtet und so freuen wir uns, dass Europaparlamentarier Martin Schulz die Schirmherrschaft der Projektwoche übernommen hatte”, sagt Bick.

Was es bedeutet, Grenzen zu erfahren und zu überschreiten, erlebte die Gruppe, die sich auf „Hartz-IV-Tour” begab. „Drei Tage 40 Kilometer wandern quer durch Deutschland, Belgien und die Niederlande mit 3,40 Euro am Tag für Lebensmittel - diese Erfahrung werden die Teilnehmer so schnell nicht vergessen”, ist Jens Klein, didaktischer Leiter der Schule, überzeugt.
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