Gerüche aus Schaltkasten beunruhigen Klavierlehrerin

Von: Verena Müller
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Würselen. Sechs Wochen ist es her, dass Alla Feldstein bemerkt hat: Mit der Luft in ihrem Unterrichtsraum stimmt etwas nicht.

Seit 23 Jahren arbeitet die 67-Jährige bereits für die Musikschule Würselen als Klavierlehrerin, seit vier Jahren in dem Raum im Alten Rathaus: drei Tage die Woche, sieben Stunden pro Tag, mal 30 Minuten, mal eine Dreiviertelstunde – je nach Schüler. Es sind also nicht gerade wenig Kinder und Jugendliche, die bei ihr lernen. Es habe nach „Elektro-Dämpfen“ oder angeschmortem Kabel gerochen, erzählt Alla Feldstein, sie habe Kopfschmerzen bekommen. Umgehend informierte sie das Kulturbüro und die Eltern ihrer Schüler. Ein Großvater einer Schülerin war es auch, der unsere Zeitung informierte.

Feldsteins Befürchtung: Es könne im Schaltkasten, aus dem eindeutig der Geruch stammte, Kabelbrand entstehen und womöglich Feuer ausbrechen. Nicht nur an die Menschen, die verletzt werden könnten, dachte Feldstein dabei, sondern auch an die Stadtbücherei, die im hinteren Teil des Gebäudes untergebracht ist.

Das Kulturbüro habe schnell reagiert, sagt die Klavierlehrerin, die zuständigen Stellen seien informiert und Ausweichmöglichkeiten geschaffen worden. Und so fand der Klavierunterricht in den vergangenen Wochen teils im Saal statt – so er nicht für Veranstaltungen am nächsten Tag belegt war – oder im Foyer, wo es allerdings kalt ist und Publikumsverkehr für Unruhe sorgt.

Keine guten Bedingungen, weder für die Konzentration, noch für kälteempfindliche Klavierfinger. Im Notfall wurde der Unterricht verschoben.

Das räumliche Problem war so zwar mit einer, wenn auch unbefriedigenden, Übergangslösung behoben, das technische aber noch lange nicht. Auf Nachfrage bei der Stadt Würselen sagte der Erste Beigeordnete Werner Birmanns, man habe zunächst versucht, mit hauseigenen Kräften das Problem zu lösen, es habe sich aber herausgestellt, dass es komplizierter sei als angenommen. Der Austausch eines Trafos reichte nicht. Von einer „teuren Angelegenheit“ sprach Birmanns. Zu den Details konnte er nichts sagen.

Am Dienstag war nun eine externe Fachfirma vor Ort und hat mit der Fehlerbehebung begonnen.

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