Georg Müller präsentiert seine Fotos im Rathaus

Von: Nina Krüsmann
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Eröffnen die Ausstellung im Rathaus-Foyer: Vize-Bürgermeister Dr. Manfred Fleckenstein (l.) und der Fotograf Georg Müller. Foto: Krüsmann

Herzogenrath. „Fotografieren bedeutet den Kopf, das Auge und das Herz auf dieselbe Visierlinie zu bringen. Es ist eine Art zu leben.“ Dieses Zitat des französischen Fotografen Henry Cartier-Bresson bringt das Wesentliche bei der Fotografie von Georg Müller sehr deutlich auf den Punkt.

Der Kölner stellt seine aktuellen Werke im Rathausfoyer der Stadt Herzogenrath aus. Die Arbeiten schlagen einen eindrucksvollen Bogen von Porträts über Natur- und Tierwelt bis hin zur Landschaftsfotografie. Vize-Bürgermeister Dr. Manfred Fleckenstein gab in seiner Einführungsrede einen Einblick in die Arbeitsweise des Künstlers: „Auf den Auslöser der Kamera zu drücken, kann eigentlich jeder.

Das hat sicher noch nichts mit Kunst zu tun. „Das Auge macht das Bild, nicht die Kamera“, sagte die deutsch-französische Fotografin Gisèle Freund. Diese Aussage spiegelt sich letztlich auch im Thema unserer heutigen Ausstellung wider.“

„Im entscheidenden Augenblick“ heißt die Ausstellung. „Das heißt einerseits, dass das Auge das richtige Motiv erkennen, erblicken muss, andererseits, dass der richtige Zeitpunkt über die Qualität des Fotos entscheidet. Das ist es, was künstlerische Fotografie ausmacht“, erklärte Fleckenstein.

Mit seinen Bildern zeigt Georg Müller seine Art zu leben. Dabei deckt er mit seinen Fotografien ein erstaunlich umfangreiches Spektrum ab. So sind seine Motive Landschaften oder auch Personen, zum Beispiel im Theater oder im Karnevalt. Andererseits gibt er mit seiner eigenen sehr beeindruckenden Sichtweise Stimmungen wie etwa die Einsamkeit wieder. Hier zeigt sich ganz besonders der „entscheidende Blick“ für die spezielle Situation.

Georg Müller experimentiert auch gerne. Dies zeigt sich besonders in seinen Arbeiten unter den Themen „Brüche“ oder „Metamorphose“. Auch das Thema „Wasser“ hat ihn sehr in den Bann gezogen, egal ob es einzelne Wassertropfen, ganze Seen oder Wasserfälle sind. Wasser in seinen verschiedenen Aggregatzuständen inszeniert er in seinen Fotografien auf einer sehr beeindruckende Weise. Hier kann er seine ganze Kreativität und damit seine künstlerischen Fähigkeiten ausleben.

Georg Müller wurde 1947 in Konzen geboren und lebt seit langem in Köln. Nach seiner Schulzeit hat er eine Ausbildung bei der Deutschen Post absolviert, der er bis zu seiner Pensionierung insgesamt 50 Jahre treu geblieben ist. Schon als Kind fand er Freude an der Fotografie, bildete sich autodidaktisch weiter und trat 1969 dem ARFO-Fototeam Köln bei.

Den Verein führte er bis vor fünf Jahren als Vorsitzender. Auch als Organisator von nationalen und internationalen Fotoausstellungen sowie von Fotowettbewerben hat er sich einen Namen gemacht. Seit 2010 betreibt er nun die Fotografie als freier und unabhängiger Künstler. Bis zum 2. Oktober ist die Ausstellung im Rathausfoyer der Stadt Herzogenrath zu sehen.

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