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Genervte Anwohner schlagen Alarm

Von: Georg Pinzek
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Mit Sicherheit kein extrem hei
Mit Sicherheit kein extrem heißes Plaster für Polizei und Ordnungsamt: Anwohner des Würselener Markts sehen das nächtliche Treiben vor der Haustür aber mit Foto: Georg Pinzek

Würselen. Anwohner rund um den Markt sind besorgt und schlagen Alarm: Denn nachts sei die Gegend ein unruhiges Pflaster. Sie klagen über ruhestörenden Lärm, Alkohol und Drogen spielten dabei eine erhebliche Rolle.

Markus Kremer hat sich als Betroffener nun erneut an das Ordnungsamt gewandt. „Gerade eben habe ich durch persönlichen Einsatz verhindert, dass ein älterer Hundebesitzer zu später Stunde von einem unter Drogen stehenden oder alkoholisierten Mann, 25 bis 30 Jahre alt, verprügelt oder ausgeraubt wurde”, formuliert er in seiner Eingabe. Und weiter: „Zum Glück bin ich durch das Rufen des älteren Mannes wachgeworden und habe eingegriffen.”

Seine Frau habe die Polizei informiert, der Übeltäter habe jedoch vor dem Eintreffen der Ordnungshüter das Weite gesucht. Eine Täterbeschreibung sei den Beamten zu Protokoll gegeben worden. Vermutlich sei der gesuchte Mann ein Drogen-Dealer, denn kurze Zeit später sei ganz offensichtlich Kundschaft aufgetaucht.

Kremer fordert die Behörden auf, nicht nur diesem üblen Treiben Einhalt zu gebieten: „Es finden nach wie vor jedes Wochenende auf dem Markt unter dem Stadtdach regelrechte Saufgelage von Jugendlichen statt, die sehr oft in Schlägereien enden, erheblichen Lärm verursachen und somit den Anwohnern die Nachtruhe rauben.

Die Scherben und Hinterlassenschaften räumen die Anwohner morgens meist selbst weg. Wer wohnt schon gerne an einer Müllhalde oder lässt seine Kinder in Scherben und Erbrochenem spielen? Warum können am Wochenende nicht Kräfte des Ordnungsamtes rund um die nahegelegene Diskothek auf Streife gehen?”, fragt Markus Kremer. In der Nachbarschaft habe man sich sogar schon Gedanken darüber gemacht, ob ein privater Wachdienst engagiert werden müsste.

Der im Rathaus für Ordnungsangelegenheiten zuständige Erste Beigeordnete Werner Birmanns erklärte auf Anfrage, „dass die Probleme in der beschrieben Dramatik und Intensität im Hause so nicht bekannt sind. Unser Ordnungspräsenzdienst legt im Rahmen der Möglichkeiten das Augenmerk bei Kontrollen selbstverständlich auch auf das Umfeld des Marktes, kann aber auch dort nur stichprobenartig tätig sein. Bislang haben unsere Mitarbeiter eine extreme Situation - so wie beschrieben -nicht angetroffen.”

Werner Birmanns versicherte: Die Stadtverwaltung sei wegen der aktullen Beschwerde auch mit der Polizei in Kontakt. Polizeisprecher Paul Kemen bestätigte, dass Markt und Kaiserstraße nicht zu den Brennpunkten im Bereich der Drogenkriminalität zähle. Auch im Vergleich zu den Vorjahren gebe es keine auffälligen Entwicklungen in der Würselener Innenstadt. „Natürlich ist auch dort keine heile Welt. Es gibt entsprechende Lokalitäten im Umfeld und insofern auch mehr Delikte wie zum Beispiel Sachbeschädigungen”, betonte Paul Kemen. Es stehe völlig außer Frage: „Sollten Anwohner verdächtige Beobachtungen machen oder gar Zeugen einer Straftat werden, sollten sie sofort die Politzei unter Telefon 110 alarmieren.”
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