Gemeinsames Sommerfest: „Win-win-Situation“ für alle Beteiligten

Von: js
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Vorfreude aufs gemeinsame Feiern: Für Dieter Wefers, Bruno Barth und Michael Poick (v. l.) ist das Fest am 10. September eine „Win-win-Situation“. Foto: Johannes Schaffeldt

Herzogenrath. Mehr als nur ein normales Sommerfest möchten die Naturfreunde Herzogenrath-Merkstein, die Projektgruppe Malabon und Dritte Welt e.V. sowie die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Alsdorf am Samstag, 10. September, feiern.

Auf dem riesigen Außengelände hinter dem Naturfreunde-Haus an der Comeniusstraße 9 wird auch in diesem Jahr wieder einiges geboten. „Ein Fest für alle Merksteiner und darüber hinaus“, wünscht sich Gastgeber Bruno Barth. Nach großem Zuspruch in den vergangenen Jahren, ist er zuversichtlich, auch in diesem Jahr ab 15 Uhr wieder viele Gäste begrüßen zu können.

Für die drei Organisationen sei es eine „Win-win-Situation“, wie Bruno Barth von den Naturfreunden bemerkt. Die Naturfreunde hätten das Haus und das große Gelände, IG BAU und Gruppe Malabon würden interessante Programmpunkte beisteuern und die zusätzlichen Helfer bei Organisation und Durchführung machten es noch einfacher.

Mit beiden Organisationen verbinde die Naturfreunde viel. Traditionell ist die Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften stark, was nicht nur an den gemeinsamen Wurzeln in Arbeiterbewegung und demokratischem Sozialismus liegt. Auch auf individueller Ebene besteht guter Kontakt: Die Alsdorfer IG BAU hält seit Jahren schon ihre Mitgliederversammlungen bei den Naturfreunden in Merkstein ab und ist ihnen freundschaftlich verbunden, wie Michael Poick betont.

Der Gewerkschafter sieht für seine Seite den Vorteil, den Mitgliedern ein attraktives Sommerfest bieten zu können, was sie selbst nicht stemmen können. Seine Hoffnung ist, auch inaktive oder neue Mitglieder damit zu erreichen, um sie für ein Ehrenamt zu begeistern.

Mit der Gruppe Malabon verbindet beide der Gedanke der Völkerverständigung und Solidarität. Die aus Übach-Palenberg stammende Gruppe setzt sich bald dreißig Jahre für weniger privilegierte Menschen auf den Philippinen ein. Vor allem in Malabon City, einer Großstadt in der Metropolregion Manila ist die Organisation aktiv. In den großen Slums der Stadt haben die Übach-Palenberger mit dem „Haus der Gesundheit“ einen Gesundheitsdienst geschaffen. In einem anderen Projekt werden etwa sechzig Straßenkinder betreut.

Auf der Insel Bohol werden mit Hilfe der Projektgruppe Menschen zu Schreinern und Tischlern ausgebildet. Besucher können sich während des Sommerfestes am Infostand der Gruppe informieren. Am Stand wird es Kunstgewerbe- und Mangoprodukte geben, und auf der Bühne wartet eine philippinische Volkstanzgruppe auf. Besonders beliebt bei den letzten Festen, so Dieter Wefers von der Projektgruppe, waren die authentischen kulinarischen Spezialitäten, die auch in diesem Jahr von einer Philippinerin aus der Gruppe zubereitet werden.

Daneben wird es auch einen Informationsstand zu regionaler und fairer Landwirtschaft mit Produkten aus der Region geben. Neu ist die Kooperation mit der Grundschule in Alt-Merkstein. Die Schülerschaft hat für das Sommerfest ein Theaterstück zum Thema Zirkus eingeprobt.

Vor- und nachher wird fleißig geschminkt. Für die Erwachsenen stehen Muita Merda mit politischem Kabarett auf der Bühne. Sie setzen sich satirisch-kritisch mit gesellschaftlich aktuellen Themen auseinander. Mit Da Capo aus Übach-Palenberg und den Grenzländern ist auch für musikalische Untermalung gesorgt. Bei letzteren ist es der IG BAU zu verdanken, dass sie gewonnen werden konnten und bis „Ende offen“ spielen.

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