Alsdorf - Geldautomat in Alsdorf mit Gas gesprengt

Geldautomat in Alsdorf mit Gas gesprengt

Von: Rolf Hohl
Letzte Aktualisierung:
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Eine gewaltige Wucht: Die Tür des Geldautomaten wurde durch die Explosion bis zur Vordertür der Sparkassen-Geschäftsstelle katapultiert. Foto: dmp
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Am Freitagmorgen ist ein Geldautomat in Alsdorf gesprengt worden. Foto: Ralf Roeger

Alsdorf. Der Knall war mehr als heftig. Eine gewaltige Explosion hat Christina Esser in der Nacht zum Freitag aus dem Schlaf gerissen. Bisher unbekannte Täter haben gegen 4 Uhr einen Geldautomaten in der Sparkassen-Geschäftsstelle an der Alten Aachener Straße in Alsdorf-Busch gesprengt. Direkt unter der Wohnung von Christina Esser krachte der Automat auseinander.

Kurze Zeit später wurden sie und sechs weitere Bewohner des Hauses von der Feuerwehr evakuiert. Draußen bot sich der Frau ein Bild der Zerstörung. Die verglaste Eingangstür und der Vorraum der Bankfiliale waren durch die Explosion schwer beschädigt worden, der Boden war mit Scherben und Trümmern bedeckt.

Sie hat damit gerechnet

Dennoch zeigte sich Christina Esser am gestrigen Morgen gefasst – und wenig überrascht von dem Vorfall. „Ich habe damit gerechnet, dass irgendwann so etwas passiert, da auch in der Umgebung in letzter Zeit öfter Automaten gesprengt wurden“, sagte sie im Gespräch mit unserer Zeitung. Sie wohnt seit mehr als drei Jahren über der Filiale, im Vorfeld ist ihr nichts Verdächtiges aufgefallen.

Auch wenn der fast vollständig zerstörte Eingangsbereich der Bank bei ihr ein mulmiges Gefühl hinterlässt, will sie weiter dort wohnen bleiben. „Ich fühle mich trotz dieses Vorfalls nicht unsicher hier. So etwas kann doch überall passieren.“

Drei Täter sollen laut Ermittlung der Polizei den im Vorraum der Sparkasse aufgestellten Geldautomaten mit Gas gesprengt haben. Laut Zeugenaussagen flüchteten die Männer in einem silbernen oder dunklen Pkw.

Vorübergehend in den Bus

Die evakuierten Bewohner wurden vorübergehend in einem von der Aseag zur Verfügung gestellten Bus untergebracht. Gaskontrollmessungen der Feuerwehr ergaben keinen messbaren Gehalt – und so konnten die Bewohner rund eine Stunde später in ihre Wohnungen zurückkehren. Zwischenzeitlich hatte es nach Angaben der Feuerwehr auch eine geringfügige Rauchentwicklung gegeben, weshalb ein Brandherd nicht ausgeschlossen werden konnte. Der Verdacht bestätigte sich jedoch nicht.

„Wir gehen nicht davon aus, dass im Mauerwerk oder den dahinter liegenden Leitungen durch die Explosion nennenswerte Schäden entstanden sind“, sagte Christoph Simon, Sprecher der Feuerwehr Alsdorf. Der Einsatz der Feuerwehr war nach rund anderthalb Stunden beendet, noch im Laufe des Freitagvormittags konnten Reparaturarbeiten am schwer beschädigten Eingangsbereich beginnen.

Eine umfangreiche Spurensicherung dauert derweil an. Die Polizei bittet um weitere Hinweise nach den Flüchtigen und ihrem Fahrzeug. Hinweise unter 0241/9577 und 0241/975534210.

Zwei Stunden zuvor hatten Unbekannte in Kirchhundem im Sauerland einen Geldautomaten aufgesprengt. Durch die Wucht der Explosion wurde ein Pavillon, in dem der Automat stand, erheblich beschädigt. Trümmerteile beschädigten zudem einen in der Nähe geparkten Wagen sowie einen Stromkasten. Auch hier konnten die Täter mit Beute in unbekannter Höhe entkommen.

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