Gefüllte Kisten stehen bereit

Von: Stefan Schaum und Stefan Klassen
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Eine Selbstverständlichkeit: Das Füllen einer Weihnachtskiste gehört für Anita Sparla-Reimer unbedingt zum Weihnachtsfest. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler/Würselen. Zeit zum Verschnaufen hatte Willy Feldeisen am Mittwoch keine. Schon früh am Morgen steuerte der Vorsitzende des Baesweiler Tafel den vereinseigenen Transporter durchs Stadtgebiet und lud kräftig Weihnachtskisten ein. Denn die Resonanz auf die Aktion unserer Zeitung und des WDR zugunsten bedürftiger Menschen war groß.

Zahlreiche Bürger, Vereine oder Schulklassen zeigten sich hilfsbereit: Rund 200 Pakete kamen im Pfarramt St. Petrus und im evangelischen Gemeindezentrum zusammen. Auf Feldeisens Route lag unter anderem der Kindergartenverbund „Kiliba” an der Grabenstraße. Dort hatten die Kleinen eifrig Lebensmittel für ein Weihnachtsmenü in rund 20 Kisten gepackt und dem Tafel-Chef fleißig beim Einladen geholfen. „Die Kinder waren sehr stolz, bei der Aktion helfen zu dürfen”, betonte Kita-Leiterin Petra Flegel-Winkler.

Mit großem Einsatz bei der Sache waren beispielsweise auch der Judoclub Setterich, der zahlreiches Schulmaterial für Kinder sammelte, die Realschüler mit 15 Paketen, die Gymnasiasten. Letztere spendeten nicht nur Lebensmittel, die 20 Weihnachtskisten füllten, sondern auch Bücher, Stofftiere und Spielzeug. Sieben Klassen aus der Mittelstufe und vier Oberstufenkurse hatten mitgemacht. „Die Schüler haben sich toll engagiert, und auch die Kollegen bringen sich immer mehr ein”, so Lehrerin Eva-Brigitte Bürgerhausen, die die Aktion am Gymnasium koordiniert hatte.

Am Donnerstag, 17. Dezember, zwischen 10 und 18 Uhr, können Tafel-Kunden die Weihnachtskisten im evangelischen Gemeindezentrum, Emil-Mayrisch-Straße 48, abholen. Das ist zur gleichen Zeit auch in Würselen möglich. Und zwar dort, wo viele Hände zuvor viel zu tun hatten: im Jugendheim St. Sebastian, Wilhelmstraße 7.

Bereits zwei Stunden nach dem Start der Paketannahme standen dort gut 200 Weihnachtskisten auf den langen Tischreihen. Gut 600 wurden es bis zum frühen Abend. „Und alle sind so liebevoll gefüllt und dekoriert.” Tafel-Leiter Jürgen Hohlfeld weiß, dass er sich auf seine Würselener verlassen kann. Auf Menschen wie Anita Sparla-Reimer. Schon im vergangenen Jahr hatte sie eine Kiste gefüllt. Diesmal packte sie unter anderem festliche Suppe, Knödel, Rotkohl und edle Servietten hinein. „Damit der Tisch auch schön aussieht.”

Für sie ist die Spende eine Selbstverständlichkeit. „Uns geht es gut, da muss man auch mal etwas abgeben.” Das taten auch etliche Kinder. Die Kleinen aus der DRK-Kita Mauerfeldchen und aus dem Kindergarten Gerhart-Hauptmann-Straße hatten ebenso gespendet wie Schüler der Haupt- und der Realschule. So dass am Ende etliche Tische mit Spielzeug beladen waren. Das gibt es als Bonus zu den Kisten: hölzerne Kaufmannsläden, Bobbycars, Kugelbahnen - viele schöne Dinge zum Fest. An Kindern, die sich darüber freuen, wird es nicht mangeln. Denn die Zahl der Tafel-Kunden steigt auch in Würselen. Hohlfeld: „Es gibt immer mehr Familien, die sich trotz Arbeit keine Geschenke zum Fest leisten können.”

Am Donnerstag, 17. Dezember, 10 bis 18 Uhr, ist Annahme der Weihnachtskisten in der Tafel in Herzogenrath, Am Schürhof, Durchgang Kleikstraße 57-59.
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