Gefahrenkreuzung in Alsdorf wird endlich umgebaut

Von: Verena Müller
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So soll die Kreuzung Kurt-Koblitz-Ring/Luisenstraße nach dem Umbau aussehen: in die Kreuzung hinein für jede Fahrtrichtung mindestens eine Spur. Grafik: Hans-Gerd Classen, Quelle: Straßen NRW

Alsdorf. Die Kreuzung in der Städteregion Aachen mit den meisten Verkehrsunfällen ist die Kreuzung Kurt-Koblitz-Ring/Luisenstraße in Alsdorf. Zwischen 2005 und 2014 hat es dort 96 Unfälle gegeben, die meisten beim Abbiegen. Einer davon endete tödlich, acht mit Schwerverletzten.

Es gab außerdem 61 Leichtverletzte und 26 Mal schweren Sachschaden. Damit soll jetzt endlich Schluss sein. Das hat Straßen NRW angekündigt.

Vereinfacht ausgedrückt, wird die Kreuzung so umgestaltet, dass Linksabbieger nicht mehr zeitgleich mit geradeaus fahrenden Autos Grün haben. Dazu werden zusätzliche Abbiegespuren gebaut – der Kreuzungsbereich wird also breiter angelegt – und die Ampeln werden anders geschaltet.

Und das ist dringend nötig. Jeder, der schon mal von der Innenstadt in Richtung Baesweiler gefahren und entsprechend im Gegenverkehr links abbiegen musste, weiß, wie schlecht die Kreuzung einsehbar ist: Erst ist die Sicht durch entgegenkommende, wartende Linksabbieger versperrt, so dass man kaum sehen kann, ob sich im Gegenverkehr eine Lücke auftut, dann muss man zusätzlich auf Fußgänger und Radfahrer achten, die ebenfalls Grün haben. So kann es passieren, dass man gerade in die Kreuzung hinein beschleunigt hat, um dann wieder abrupt bremsen zu müssen. Und das ist nur einer der Gefahrenpunkte, die seit geraumer Zeit bekannt sind.

„Wir haben in der Vergangenheit versucht, das Problem mittels Überwachung, Markierung und Beschilderung in den Griff zu bekommen“, sagt Arno Crombach von der Städteregion Aachen, „aber leider ist es trotzdem immer wieder zu Unfällen gekommen.“ Deshalb begrüße es die Städteregion sehr, dass Straßen NRW nun einen Umbau plane.

Hier die wesentlichen Änderungen: Verbreitert werden nur die Spuren, die in die Kreuzung eingeleitet werden, nicht die jenseits des Scheitelpunkts:

Von Süden (Ofden) und Norden (Baesweiler) kommend wird es künftig jeweils einen Linksabbieger, zwei Geradeaus-Spuren und einen Rechtsabbieger geben. Bislang führen jeweils drei Spuren in den Verkehrsknoten. Die kombinierte Rechtsabbieger-/Geradeaus-Spur wird also in beiden Fahrtrichtungen des Kurt-Koblitz-Rings vor der Kreuzung gesplittet. Die beiden Fahrbahnen in der Gegenrichtung, also auf der anderen Seite der Kreuzung, bleiben wie erwähnt so bestehen.

Die Luisenstraße (aus Richtung Innenstadt) gabelt sich bislang am Fast-Food-Restaurant in zwei Spuren: eine führt nach links, eine geradeaus und rechts. Künftig erhält jede Fahrtrichtung eine eigene Spur, die separate Busspur bleibt erhalten.

In entgegengesetzter Fahrtrichtung (Luisenstraße in Richtung Innenstadt) ist ähnliches geplant: Aus zwei Spuren (links und geradeaus/rechts) werden drei (links, geradeaus, rechts). Eine Busspur gibt es nicht.

1,3 Millionen Euro wird der Umbau laut Friederike Ascheid, Projektleitung Planung, Straßen NRW, Regionalniederlassung Ville-Eifel, Außenstelle Würselen, kosten. 80 Prozent werden vom Bund, der Rest vom Land gezahlt, die Stadt Alsdorf ist nicht in der Pflicht.

Vier Monate soll der Ausbau dauern, vor allem die Verlegung der Versorgungsleitungen ist zeitintensiv. Abschnittsweise muss die Kreuzung für jeweils längere Phasen gesperrt werden. „Das wird ein Riesenproblem, was die Umleitungen anbelangt“, sagte Alfred Sebastian, Abteilungsleiter Betrieb und Verkehr des Landesbetriebs Straßen NRW, Niederlassung Ville-Eifel. Baubeginn soll schon das kommende Frühjahr sein, derzeit laufen die Ausschreibungen.

In einem Zug soll der Kurt-Koblitz-Ring übrigens auch eine Grüne Welle bekommen, was sie laut Straßen NRW bei geringem Verkehrsaufkommen auch schon hat – da darf man gespannt sein. Von geringem Verkehrsaufkommen kann man höchstens sonntags oder nachts sprechen. Denn nicht nur für die Stadt Alsdorf selbst, sondern auch als Verkehrsknotenpunkt im gesamten Nordkreis ist die Kreuzung nicht zu unterschätzen. Sie ist der Knoten zwischen der A 44, Übach-Palenberg, Baesweiler und Aachen.

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