Alsdorf - „Gefährliche Liebe” feiert Weltpremiere an der Europahauptschule

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„Gefährliche Liebe” feiert Weltpremiere an der Europahauptschule

Von: Anja Klingbeil
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Präsentieren stolz die erste eigene DVD: die jungen Filmemacher mit Kamerafrau Nadine Heller und Alexander Müller. Foto: Anja Klingbeil

Alsdorf. Die Jungs wollten in den Boxring steigen. Die Mädchen hingegen wollten Romantik. Was tun? Einfach beides miteinander verbinden. Dachten sich elf Schüler der Klassen sechs bis neun der Europahauptschule in Blumenrath.

Herausgekommen ist ein 15-minütiger Kurzfilm, der sich sehen lassen kann. Premiere feierte das Werk vor zahlreichen Zuschauern in der Aula der Schule.

„Gefährliche Liebe” heißt der Film. Begonnen hat das Projekt, bei dem die Europahauptschule erstmals mit dem Jugendzentrum „Aber Hallo” kooperiert, bereits im August 2008.

Viele Ideen

Gedreht wurde an verschiedenen Schauplätzen in Alsdorf: im Anna-Park, auf dem Gelände der Kunstschule in Busch und natürlich in der Schule an der Pestalozzistraße.

Nadine Heller, Kamerafrau beim WDR, hat den Jugendlichen bei den Dreharbeiten unter die Arme gegriffen. Hat mit ihnen und Jugendzentrumsleiter Alexander Müller das Drehbuch erstellt und den letzten Schnitt vorgenommen.

In dem Film verarbeiten die jungen Nachwuchsregisseure eigene Erfahrungen und ihre soziale Realität.

Thema des Kurzfilm ist „Abziehere”: Eine organisierte Gang rund um einen Fight-Club plant systematisch Überfälle und terrorisiert dabei die Mitmenschen.

Als sich eines der Mitglieder in sein Opfer verliebt, gerät die Gang ins Schwanken. Maikel, der Aussteiger schafft es, sich von der Gruppe zu lösen und die üblen Machenschaften der Gruppe öffentlich zu machen.

„Gefährliche Liebe” ist ein spannender Film über Gruppenzwang, Macht, Selbstbewusstsein, Liebe und Mut. „Es hat total viel Spaß gemacht”, sagt Maikel Biecen (13 Jahre).

Diese Kompliment kann Kamerafrau Nadine Heller nur zurückgeben: „Die Jugendlichen hatten richtig viele, neue Ideen.” Zufrieden mit dem Endergebnis waren die jungen Filmemacher allemal. „Der ist uns doch gut gelungen”, freut sich Kristina Kusturin.

„Ich finde es auch gut, dass wir beide Vorstellungen in einem Film umsetzen konnten, sowohl die Romantik als auch das Boxen”, betont Lea Zimmermann (14 Jahre).

„Und mit dem Film wollten wir auch zeigen, dass Hauptschüler besser sind als ihr Ruf. Dass wir auch was können”, sagen Kristina und Lea.
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