Gedenktag: Evangelische Gemeinden lassen die Glocken läuten

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Würselen. Der Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau jährt sich am Montag, 27. Januar, zum 69. Mal. Auschwitz gilt als Symbol des Nazi-Terrors. Auf Initiative des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog wurde der Jahrestag 1996 zum offiziellen deutschen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus.

2005 erklärten ihn die Vereinten Nationen zum internationalen Tag des Gedenkens. Um an die Opfer zu erinnern, so lautet der Beschluss der Presbyterien der evangelischen Kirchengemeinden Alsdorf sowie Hoengen-Broichweiden, sollen am 27. Januar um 15 Uhr wie in den vergangenen Jahren wieder für zehn Minuten die Glocken der evangelischen Kirchen läuten.

Von Dichter Heinrich Böll ist der Satz überliefert: „Ich schaue einen Menschen danach an, ob er mich verstecken würde.“ Es habe zu wenig Menschen gegeben, die jüdische Mitbürger versteckt hätten. Aber auch: „Ein solches Verstecken ist geschehen, und auch daran gilt es zu erinnern: rückblickend und vorausblickend. Es muss nicht im Chaos enden. Der Verrat von Mitgefühl und Menschlichkeit darf in Vergangenheit und Zukunft nicht das letzte Wort behalten. Und auch daran soll das Läuten erinnern“, sagt Prädikant Dr. Stephan Saffer.

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