Gebrauchte Möbel noch lange nicht reif für Mülldeponie

Letzte Aktualisierung:

Herzogenrath. Wenn der Begriff „Patchwork” genannt wird, denken die meisten Menschen an eine alte und doch ewig junge künstlerische Technik der Textilgestaltung, die, wenn sie gut beherrscht wird, wundervolle Ergebnisse zeitigt.

Kaum jemand wird sein Augenmerk darauf legen, dass bei dieser alten Variante zunächst die Resteverwertung von Stoffen im Vordergrund stand.

Patchwork, so heißt das Gebrauchtwarenkaufhaus mit Mehrwert, das der Förderverein Arbeit und Umwelt in der Region Aachen als nun dritten Standort in Herzogenrath, vom Einzugsgebiet her aber für den Nordkreis in den neu gestalteten Räumen an der Kirchrather Straße 141-143 im Stadtteil Merkstein gerade eröffnet wurde.

Ebenso wie sein ursprünglicher Namensgeber wollen der Verein und die Mitarbeiter der Recycling-Börse mit diesem „Quantensprung” in der Geschichte des trotz fast 20-jähriger Tätigkeit stets jung gebliebenen Non-Profit-Unternehmens zeigen, dass gebrauchte Güter weit mehr sind als billige Resteverwertung.

Und gleichzeitig will dieses Kaufhaus mit visionärem Gedankengut versuchen, Beschäftigung und Qualifizierung in enger Verzahnung mit der Arge Kreis Aachen als Kooperationspartner und dem Oswald-von-Nell-Breuning-Haus als Regieträger in der „Produktionswerkstatt Nordkreis” so nahtlos mit der Nachhaltigkeit von Produkten und Konsumgütern zu verknüpfen, dass beim Kaufhaus-Namen Patchwork niemand auch nur einen Gedanken an Flickschusterei verschwenden wird.

Ab Montag ist das Gebrauchtwarenkaufhaus von montags bis freitags zwischen jeweils 9 und 18.30 Uhr und samstags zwischen 9 und 14 Uhr durchgehend geöffnet. Da es den Börsianern im Verlauf der Geschichte ihrer Zweckbetriebe immer ein wichtiges Anliegen war, unterschiedliche Menschen miteinander in Kontakt und ins Gespräch zu bringen, wird das neue Kaufhaus von einem netten Caf bereichert, das von einem Backwaren- und Snackangebot mehrerer örtlich ansässiger Unternehmen und von der fair gehandelten Produktpalette der Gepa gestaltet wird und vom Namen her der gestalterischen Linie treu bleibt und schlicht Café Patchwork heißt.

Während die beiden bisherigen Hallen der Recyclingbörse an der Jüderstraße 1 und an der Schmiedstraße 88 in Herzogenrath-Niederbardenberg ihre alte Attraktivität bewahren werden und Schritt um Schritt noch neue Produkte aus dem Bereich Bauteilbörse in ihr umfängliches Sortiment aufnehmen werden, wird das Projekt „Kleidung und mehr”, das bisher im Soziokulturellen Zentrum Klösterchen angesiedelt war, nun in weit größeren und helleren Räumen auf der ersten Etage des neuen Domizils anzutreffen sein.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert