Geänderte Planung für Lindenplatz kostet mehr Geld

Von: Karl Stüber
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Die Spielecke am Rande des Lindenplatzes in Würselen soll etwas verschoben und deutlich aufgewertet werden. Foto: Karl Stüber

Würselen. Die Attraktivitätssteigerung des in die Jahre gekommenen Lindenplatzes in Würselen-Mitte soll in Teilen anders erfolgen, als ursprünglich vom Büro Land Germany geplant. Die Fachleute hatten im Auftrag der Stadt ein Konzept entwickelt, das – in wesentlichen Teilen durch Mittel aus dem Stadterneuerungsprogramm Integriertes Handlungskonzept (IHK) gefördert – rund 265.000 Euro kosten sollte. Der städtische Anteil liegt bei 30 Prozent.

Bei der ersten Vorstellung im Fachausschuss Mitte Mai und vor allem bei der Bürgerinformationsversammlung Anfang Juni gab es einige Anmerkungen, die in die nun überarbeitete Fassung des Büros eingeflossen sind. Allerdings ist damit eine Kostensteigerung auf 325.000 Euro verbunden, wie Manfred Schmitz-Gehrmann vom Stadtplanungsamt im Ausschuss für Soziales, Sport und Kultur erläuterte.

Die inhaltlichen Änderungen seien mit der Bezirksregierung bereits grundsätzlich geklärt worden. Im Rahmen eines ersten Bescheids (Mittelzusage) von rund 770.000 Euro seien die Kosten aufzufangen. Andere Maßnahmen könnten laut Verwaltung dafür auf 2018, das nächste Jahr des IHK-Förderzeitraumes, verschoben werden – und zwar die Machbarkeitsstudie Realschule, die Planungswerkstatt für die Außenanlagen Gymnasium sowie Teile des privaten Fassadenförderprogramms. Vorstellung der Stadt ist: Der Umbau des Lindenplatzes soll als erste Maßnahme des Integrierten Handlungskonzeptes Innenstadt (IHK) gefördert werden.

Die Kreuzanlage wird auf Anregung des diese Einrichtung pflegenden Vereins durch zwei Bänke und durch eine Unterbrechung der Bepflanzung betont, wie Schmitz-Gehrmann erläuterte. Ob die Anlage noch ein Plexiglasdach erhalten darf, werde mit der Denkmalbehörde geklärt. Unter den Platanen im Bereich der Zufahrt Im Winkel – dort befinden sich derzeit ein paar Spielgeräte – soll eine Boulebahn angelegt werden.

Die Spielecke soll ein Stück weiter in Richtung Platz verlegt und aufgewertet werden. Auch dort reiche die Beschattung aus, um spielende Kinder vor der Sonne zu schützen. Die Wippe des Bissener Bürgervereins bleibe erhalten.

Der glatte, asphaltierte Mehrzweckstreifen wird an alle Eingangsbereiche des Platzes angebunden. Der Mehrzweckstreifen soll nicht nur von Radfahrern genutzt werden können, sondern von allen Verkehrsteilnehmern, die sich nicht gern auf dem Pflasterbelag bewegen, zum Beispiel Rollstuhlfahrer, Fußgänger mit Rollatoren, Fußgänger mit Kinderwagen, Radfahrer und andere mehr. Aufgrund einer weiteren Anregung aus der Bürgerversammlung wird die Aufpflasterung und Verengung im Bereich des Überganges zur Post eingeplant, um die Querung für Fußgänger zu verbessern und den Gefahrenpunkt zu entschärfen.

Der Wegfall von drei in der Fläche stehenden Bäumen, von denen einer bereits schwach sei, und die damit verbundene Öffnung des Platzes wurde aus Reihen des Fachausschusses kritisch gesehen. Zwei Bäume sollen nun erhalten bleiben. Durch Neuanpflanzung von insgesamt 13 Bäumen entfallen sieben Stellplätze. Wie Ersatz geschaffen werden kann, dazu gibt es verschiedene Lösungsansätze, die im Rahmen des Parkraumkonzeptes Innenstadt, das zurzeit erstellt wird, aufgezeigt werden sollen.

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