Ganztagsschulen in Baesweiler beliebt

Von: Karl Stüber
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Offene Fragen: Immer noch wartet die Schulgemeinschaft der Realschule auf genauere Regelungen zur Einführung des Hauptschul-Bildungsgangs. Der entsprechende Antrag liegt der Bezirksregierung vor. Foto: Karl Stüber

Baesweiler. Die Stadt Baesweiler und die Realschule in Setterich haben ihre Hausaufgaben gemacht, um den Hauptschul-Bildungsgang dort einzurichten. Aber es fehlen noch immer die Durchführungsbestimmungen. Dies wurde jetzt auf Nachfrage der SPD im Schulausschuss deutlich.

Wolfgang Ohler (Schulamt) bedauerte, dass die entsprechenden Erläuterungen zum § 132 c des Schulgesetzes NRW immer noch nicht vorliegen. „Da warten auch noch viele andere Schulen drauf.“ Der entsprechende Antrag zur Einrichtung des Bildungsgangs liege der Bezirksregierung vor, nachdem sich die Schulkonferenz mit dem Thema befasst habe und sich dafür ausgesprochen habe die Differenzierung zu erweitern, besonders im Fach Deutsch.

Positives gab es über das Betreuungsangebote im Rahmen der Offenen Ganztagsschule (OGS) an den Baesweiler Grundschulen zu berichten. „Es ist eine ganz erfreuliche Entwicklung, dass mehr als die Hälfte der Kinder an der OGS teilnimmt“, sagte Ohler. Die ganztägige Betreuung von Grundschulkindern sei von elementarer und existenzieller Bedeutung für Familien.

Derzeit nehmen laut Stadtverwaltung 576 Schüler in der Primarstufe an diesen Betreuungsangeboten teil. Im aktuellen Schuljahr entspricht dies einem Anteil von 54,7 Prozent aller Grundschulkinder. Dies ist weit über dem landesweiten Durchschnitt, der bei 43,8 Prozent der Schüler in den Klassen 1 bis 4 liegt. Entsprechend müsse in Baesweiler ein besonderes Augenmerk auf den Ausbau der ganztägigen Betreuung von Grundschulkindern gelegt werden.

Die Eröffnung höherer Bildungschancen sowie die damit verbundene qualitativ hochwertige Betreuung der Kinder verursache Kosten, die aber für die Familien in Baesweiler in den vergangenen Jahren konstant geblieben seien. Pro Kind würden für die OGS-Teilnahme 55 Euro im Monat erhoben. Sozialbenachteiligte Familien können „als Empfänger von laufenden Leistungen“ auf Antrag von der Zahlung dieses Beitrages befreit werden. „Weitere soziale Komponente“ sei, dass für ein weiteres Geschwisterkind nur 27,50 Euro berechnet werden.

Die OGS-Angebote werden in Trägerschaft der Kommune angeboten, so die Verwaltung. Träger sonstiger Maßnahmen ist der Verein zur Betreuung der Kinder der Baesweiler Grundschulen. Ausnahme ist das Angebot an der Schule St. Andreas Setterich mit dem katholischen Teilstandort Loverich. Dort ist der Förderverein der Schule Träger.

Die Angebotspalette für Grundschulkinder beschränke sich nicht nur auf die Schulzeit, betont die Stadt Baesweiler. Grundsätzlich können OGS-Kinder jeweils in den ersten drei Wochen der Sommerferien an OGS-Ferienspielen teilnehmen. Zuletzt sei von Eltern angeregt worden, dies auf die gesamten Sommerferien sowie die Oster- und Herbstferien auszudehnen.

Deshalb habe die Stadt mit dem Malteser-Jugendtreff Setterich schon grundsätzlich gesprochen, um im Bedarfsfall und bei ausreichenden Anmeldezahlen diesem Wunsche entsprechen zu können. Dies würde auch in diesem Jahr geschehen. Allerdings habe bislang dieses angeregte Zusatzangebot nicht umgesetzt werden können, weil die Anmeldezahlen hierfür zu gering waren.

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