Alsdorf - Ganztag wird eingeführt: Neues Konzept für Käthe-Kollwitz-Schule

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Ganztag wird eingeführt: Neues Konzept für Käthe-Kollwitz-Schule

Von: Verena Müller
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Die ehemalige Elisabeth-Schule in Alsdorf: Als Teil der Käthe-Kollwitz-Schule Herzogenrath wird ab dem neuen Schuljahr der sogenannte gebundene Ganztag eingeführt. Foto: Verena Müller

Alsdorf. Was an fast allen weiterführenden Schulen in Alsdorf bereits seit langem Usus ist, wird nun auch an der Käthe-Kollwitz-Schule an der Elisabethstraße eingeführt – der offene Ganztag (OGS).

„Bislang sind die Förderschüler der Klassen 7 bis 10 in Alsdorf erheblich benachteiligt“, sagte die stellvertretende Schulleiterin Christiana Roob in ihrem kurzen Wortbeitrag im Schulausschuss. Im Grunde nur ein Formakt, hat die Politik diesen Schritt abgenickt. Oder um es verwaltungstechnisch korrekt auszudrücken: das Benehmen hergestellt. Mehr bedurfte es nicht, denn Schulträger ist nicht die Stadt Alsdorf, sondern Herzogenrath.

Die städtische Förderschule im Verbund ist die einzige ihrer Art in Alsdorf und eine Dependance des Herzogenrather Hauptstandorts. Aus der ehemaligen Elisabethschule hervorgegangen, gehört der Alsdorfer Teilstandort seit August 2015 zur Käthe-Kollwitz-Schule.

Zeitgleich war die Albert-Schweitzer-Schule in Würselen geschlossen worden. Zum Einzugsbereich gehören deshalb auch Würselen und Baesweiler. Unterrichtet werden die Schüler in 13 Klassen und zwei Stufen: Unter- und Mittelstufe (erstes bis fünftes Schulbesuchsjahr) sowie Mittel- und Oberstufe (sechstes bis elftes Schulbesuchsjahr). Beide Standorte zusammen zählen 290 Schüler.

„Es ist den Eltern schwer zu erklären, warum in Herzogenrath offener Ganztag angeboten wird, in Alsdorf aber nicht“, erläuterte Christiana Roob weiter. Bislang gab es in Alsdorf seit Oktober 2017 nur eine „OGS-Gruppe“, ab dem kommenden Schuljahr soll nun – wie in Herzogenrath – der sogenannte gebundene Ganztag für die Klassen 7 bis 10 eingeführt werden.

Weniger Stress

Davon erhofft sich die Schulleitung unter anderem eine Verbesserung der Bildungs- und Abschlusschancen, der emotionalen und sozialen Kompetenzen, der Chancen beim Übergang zu Ausbildung und Beruf, mehr Zeit zum Lernen, eine ganztägige Akzeptanz auch bei Verhaltensschwierigkeiten sowie Auf- und Ausbau sozialer Beziehungen. Lehrer sollen so intensiver diagnostizieren und fördern sowie erweiterte schulische Angebote machen können. Und auch die Eltern sollen profitieren: Weniger häuslichen Stress und eine größere Vereinbarkeit von Familie und Beruf werden angeführt.

Unter anderem sind Anti-Aggressionstraining und eine Teilnahme am Projekt „Von Anfang an starten“ im Rahmen der Schulsozialarbeit geplant, als Berufsvorbereitung soll es in den Klassen 9 und 10 einen Berufspraktikumstag geben. Mädchen sollen unter anderem am „Baby-Bedenkzeit-Projekt“ teilnehmen, örtliche Sportvereine sollen eingebunden und Schüler mit Migrationshintergrund sprachlich gefördert werden.

Was die organisatorischen Voraussetzungen anbelangt, signalisierte Roob geringen Aufwand: „Wir kommen mit den Räumen und den externen Anbietern aus.“ Die Mittagszeit soll bei all dem ein „zentrales rhythmisierendes Element“ darstellen, und Schüler sollen eventuell im Rahmen von „Schüler kochen für Schüler“ in die Essenszubereitung eingebunden werden.

Einwände zu diesem Konzept gab es vonseiten der Politik nicht, der Stadt Herzogenrath wird die positive Stellungnahme der Alsdorfer mitgeteilt.

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