Herzogenrath - „Game over“: Welt voller Abenteuer, Humor, Lust und Gefahr

„Game over“: Welt voller Abenteuer, Humor, Lust und Gefahr

Von: Nina Krüsmann
Letzte Aktualisierung:
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Freude am Surrealen: Die in Aachen lebende Vera Sous entstammt aus einer wahren Künstlerdynastie. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. Neue Arbeiten zeigt die überregional renommierte Künstlerin Vera Sous in der alten Wartehalle des Eurode-Bahnhofs. Mit dieser prominent besetzten Ausstellung eröffnet das Forum für Kunst und Kultur den Ausstellungsreigen 2013. Vera Sous präsentiert die Werkschau „Game over“ mit Skulpturen, Malerei und Zeichnungen.

Keine Frage, dass das Interesse an der Vernissage groß war. Die Einführung gestalteten Professor Dr. Fritz G. Rohde, Vorsitzender des Forums für Kunst und Kultur, sowie die Tochter der Künstlerin, Ana Sous.

Vera Sous gehört als Tochter des wohlbekannten Metallbildhauers und Kunstschmieds Albert Sous, und als Schwester der Sous-Künstler Stefan, wohnhaft in Düsseldorf, Susanne, wohnhaft in Berlin, und Milos, wohnhaft in Aachen, einer Künstlerdynastie an. Ihre Tochter Ana, Studentin der Kunstgeschichte an der Uni Köln, erläuterte die spannende Ausstellung. Mit verschiedenen Textilien, Hanf und Hölzern schaffe Vera Sous eine überzeugende Stofflichkeit: „Im Spannungsfeld von Kunst und Wissenschaft offenbaren zahlreiche befremdliche Objekte sowie Gemälde und Zeichnungen eine rätselhafte Geschichte und werfen Fragen auf.“

Das Organische, die „Ursuppe“ und damit der Ursprung alles Lebendigen, fasziniert und inspiriert die Künstlerin, die 1963 in Stolberg geboren wurde. Auf milchigem Transparentpapier, farbigen und durchsichtigen Folien, aber auch Glasplatten und reflektierenden Weißblechen trägt Sous Bleistiftzeichnungen, Drucke und Kolorierungen auf, schichtet sie übereinander und lässt so dichte, fremdartige Kombinationen entstehen. Wissenschaftliche Schemata des menschlichen Körpers, Zellansammlungen, Planeten und organisch wuchernde Kugelalgen verschmelzen in Sous' älteren Arbeiten zu bizarren, surrealen Welten.

Zeitweise befremdlich

Ihre aktuellen Arbeiten zeigen dieser Tradition folgend Köpfe, die teilweise befremdlich wirken und Titel wie „Zwillinge“ tragen. Die Skulptur „Der rote Faden“ hält einen ebensolchen in der Hand. Auch „Das Auge des Zyklopen“ oder eine Schildkröte ziehen den Betrachter in ihren Bann. Sous vereint Motive der Medizin, Biologie, Chemie, Geografie, Architektur und lädt in eine frei erfundene Welt voller Abenteuer, Humor, Lust und Gefahr. Sie schloss ihr Objektdesign-Studium (1983 bis 1985) an der FH Aachen mit Auszeichnung ab. Seit 1990 gibt sie Kunstkurse und Schulprojekte für Erwachsene, Jugendliche und Kinder in der Bleiberger Fabrik. Unter anderem ein Lehrauftrag an der RWTH, Lehrstuhl für Plastik, folgten, zudem ein Kunst-am-Bau-Projekt für das Head Office des Konzerns SABIC in Sittard.

„Game over“ im Eurode-Bahnhof, Bahnhofstraße, ist bis 17. Februar dienstags bis samstags von 15 bis 18 Uhr zu sehen.

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