Gags vom selbst ernannten „Rheinischen Satansbraten“

Von: mas
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Mal hintergründig, mal deftig, immer lustig: Kabarettistin Anka Zink in Baesweiler. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. „Mein Gott, ist das schön hier. Sie applaudieren schon, obwohl ich noch gar nichts gemacht habe.“ Bereits die Einleitung signalisierte, es wird ein spaßiger Abend mit Anka Zink.

Die Eindrücke bestätigten sich schnell in der Alten Scheune der Burg Baesweiler. Denn die Bonner Künstlerin bemerkte zu Beginn ihres neuen Programms: „Ich finde so sollte das auch täglich im Büro sein.“ „Extrem positiv“ möge das Publikum sein, wünschte sich der selbst ernannte „Rheinische Satansbraten“.

So kam es dann auch – mit einem Bekenntnis zur Schokolade verbunden: „Kalorien sind doch in Schokolade eingesperrt. Die warten nur darauf, befreit zu werden.“ Ähnlich wie das Gag-Feuerwerk, dass der TV-erfahrene Comedy-Star anbot. Auch das „wartete“ im Rahmen der Reihe „Kultur nach Acht“ nur darauf, befreit – also losgeschossen – zu werden. Wie gefährlich kann unbearbeitetes Fleisch sein?

Anka Zink klärte auf: „Versuchen Sie mal, dem Schwein den Schinken rauszubeißen!“ Die Künstlerin punktete häufig mit hintergründigem Humor. Wie bei ihren Vergleichen von Osterbräuchen und der Bedeutung des Festes. „Ostern? Das sind doch heute drei freie Tage.“ Und dann wurde es heftig, aber immer mit klugem Witz. Anka Zink: „Veganer bevorzugen verlorene Eier, der Staatsmann von Welt trägt dicke Eier.“

Jetzt schaukelte sie ihr Publikum hoch und machte sich über den türkischen Präsidenten Erdogan lustig. „Der ist in der Abteilung Kuckuckseier unterwegs.“ Bis auch Donald Trump, das „Überraschungsei“, sein Fett wegbekam. Es ging heiter weiter. Was haben Salafisten, FC-Bayern-Fans und Veganer gemeinsam? „Sie haben keinen Humor.“ Dann stieg Zink in die Digitalisierung ein – mit einem anatomischen Vergleich. „Schauen Sie mal, das war mal eine linke Hand. Und was ist das jetzt? eine Handyhalterung.“

Ihre Späße kamen an. Auch als sie die beiden Daseinsformen der Frauen auf ihre Weise beschrieb: „Entweder man will Dir an die Wäsche – oder Du kommst gar nicht mehr vor.“ Immer wieder zog sich der Geburtstag der Zink-Schwester durchs Programm.

In flottem Erzählstil berichtete die Künstlerin von jener Fete, auf der sie wegen des veganen und laktosefreien Bufetts eine schwere Toleranzallergie und Akzeptanzunverträglichkeit erlitt. Und: „Die Religionen leiden unter der Geschwätzigkeit des Bodenpersonals, deshalb ist die Beichte nicht mehr so gefragt.“ Es blieb bei der zügigen Lieferung von Gags.

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