Alsdorf - Fusionspläne des Bischofs stoßen in Warden auf Ablehnung

Fusionspläne des Bischofs stoßen in Warden auf Ablehnung

Von: (r)
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Alsdorf. Herzlich wenig Verständnis haben Wardener Bürger bei einer Pfarrversammlung den jüngsten Fusionsplänen des Bistums entgegengebracht.

Dass es ab dem 1. Januar 2010 laut Wunsch von Bischof Heinrich Mussinghoff auch im Alsdorfer Süden nur noch eine Großpfarrei geben soll, stieß auf heftige Kritik.

Im Johannesheim der Pfarre St. Jakobus skizzierte Kirchenvorstand Heinz Bergs zunächst die Absicht, die Gemeinden der bisherigen Gemeinschaft der Gemeinden Alsdorf-Süd - Mariadorf, Hoengen, Warden und Broicher Siedlung - mit der Gemeinde St. Michael Begau zu einer einzigen Pfarre zu „verschmelzen”.

Hintergrund der Zwangsfusion seien Priestermangel und Katholikenschwund. Bergs mühte sich um Sachlichkeit: „Wir überbringen heute die Botschaft des Bischofs, die wir zu übertragen haben.” Doch es wurde eine emotionale Diskussion daraus.

Von einer derzeit „bestens funktionierenden und lebendigen GdG” war ebenso die Sprache wie vom Verlust der Eigenständigkeit.

Da die Gemeindemitglieder jedoch keine Chance sahen, die Entscheidung des Bischofs zu beeinflussen, ging das Augenmerk schließlich nach vorn.

Wie soll die Zukunft aussehen? Werden sich die bisherigen Gemeinden auflösen und gemeinsam unter einem Dach neu beginnen? Oder wird eine zur Hauptkirche und die anderen gliedern sich an? Dann würde eine der fünf Pfarren bestehen bleiben und den Namen der künftigen Gemeinde stellen. Die übrigen Kirchen würden dann zu so genannten Filialkirchen.

Im Fall einer Neugründung würde ein Neuanfang unter neuem Namen stattfinden. Das Gemeindeleben sollte in beiden Fällen wie bisher stattfinden können.

In Warden zeichnete sich nach langer Diskussion ein Votum für eine Neugründung ab. „Wenn schon eine Fusion, dann soll sie für alle gleich sein. Das geht nur bei einer Neugründung”, formulierte einer der Teilnehmer.

Die Frage, welche Pfarre Hauptkirche werden soll, wurde ebenfalls lange diskutiert. Da St. Cornelius in Hoengen die älteste Kirche im Alsdorfer Süden ist, konnte so mancher sie sich als Hauptkirche vorstellen.

Auch für die zentral Lage der Pfarrkirche St. Marien in Mariadorf gab es Sympathien und schließlich einen Vorteil. Mehrheitlich votierten die Wardener für Mariadorf.

Auch ein möglicher Name für die Großpfarrei machte in Warden bereits die Runde: St. Benedikt, in Anlehnung an den deutschen Papst in Rom.

Versammlungsleiter Heinz Bergs dankte der Runde für einen „konstruktiven Verlauf. Jetzt müssen wir alle zusammenhalten und gemeinsam nach vorne blicken, um unser Gemeindeleben in alter Gewohnheit zu erhalten.”
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