Fusion der Kirchengemeinden Baesweiler und Setterich-Siersdorf

Von: Margret Nußbaum
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Sie sind bereit, den künftigen Weg gemeinsam zu gehen – und sie freuen sich auf eine gute Zusammenarbeit: Annegret Ludwig, Vorsitzende des Baesweiler Presbyteriums, Pfarrer Jochen Gürtler, Judith Jung, stellvertretende Vorsitzende des Presbyteriums Setterich-Siersdorf, und Pfarrer Ulrich Schuster (v.l.). Foto: Margret Nußbaum

Besweiler. Nun steht es fest: Die beiden evangelischen Kirchengemeinden Baesweiler und Setterich-Siersdorf streben zum 1. Januar 2019 eine Fusion an. Mitglieder des Kreissynodalvorstands – unter ihnen Superintendent Hans-Peter Bruckhoff – hatten bei der Visitation in Baesweiler beide Kirchengemeinden besucht und ihre Unterstützung im Fusionsprozess zugesagt.

„Der demografische Wandel und die zunehmende Kostenexplosion, etwa durch Unterhaltung und Instandsetzung von Gebäuden, machen es insbesondere der Settericher Kirchengemeinde schwer. Eine Fusion erscheint daher sinnvoll. Darüber sind sich sowohl Pfarrer Jochen Gürtler, Baesweiler, als auch sein Kollege Ulrich Schuster, Setterich-Siersdorf, und beide Presbyterien einig. „Es ist gut, dass wir in der Vorbereitungsphase der Fusion auf die Unterstützung des Kreissynodalvorstands bauen können“, sagt Ulrich Schuster.

Sein Baesweiler Amtskollege Jochen Gürtler ergänzt: „Wir haben von den Erfahrungen der Mitglieder des Kreissynodalvorstands mit anderen Fusionen profitiert und wollen etwa schon vor der Fusion Konfirmationskurse zusammenlegen.“ Für den Konfirmandenunterricht im September 2018 soll ein Unterrichtskonzept erstellt werden, das von beiden Pfarrern entwickelt wird. „Es ist wichtig, schon jetzt in die Zukunft zu blicken und Verantwortung füreinander zu übernehmen“, erklärt Jochen Gürtler.

Fest steht mittlerweile, dass die 14-tägigen Gottesdienste in der Erlöserkirche Siersdorf eingestellt werden. „Die kommende Vermietung als Altenpflegetagesstätte wird die Kosten für Kirche und Gemeindearbeit nicht erwirtschaften“, erklärt Ulrich Schuster. Der letzte Gottesdienst in Siersdorf soll am 18. Juni 2017 gefeiert werden. Nachgedacht werde zum Beispiel, so der Settericher Pfarrer, über einen Fahrdienst, damit vor allem ältere Gemeindeglieder die Gnadenkirche in Setterich erreichen können.

Einen Fahrdienst könnte es mit der Fusion auch für die Settericher Protestanten geben. Denn es wird sogar darüber nachgedacht, ob demnächst auch die Gottesdienste in der Friedenskirche Baesweiler und der Gnadenkirche Setterich zusammengelegt werden. „Da unsere Presbyterien den Schwerpunkt der neuen Gemeinde in der Friedenskirche mit dem angeschlossenen Gemeindezentrum sehen, wäre dies die Friedenskirche“, lässt Ulrich Schuster wissen. In letzter Konsequenz würde dies die Schließung des Standortes Setterich bedeuten.

„Es wäre unökonomisch, dieses Gebäude nur noch mit ein bis zwei Gruppen zu füllen. Doch hier liegt noch eine Menge Konzeptionsarbeit vor uns. Wichtig ist, dass keiner zurückgelassen wird“, sagt Schuster. „Wir werden unseren Settericher und Siersdorfer Mitchristen bei uns eine neue geistliche Heimat bieten und sie herzlich willkommen heißen“, erklärt Pfarrer Jochen Gürtler. „Und wir werden alles tun, damit sie sich hier wohl fühlen.“ Praktisch sieht es so aus, dass sich vier Prediger – die beiden Pfarrer Jochen Gürtler und Ulrich Schuster sowie die beiden Prädikanten Dieter Gatzke und Helmut Weber – eine Predigtstätte teilen werden.

„Da wird Zeit frei für dringende andere pastorale Aufgaben, etwa Hausbesuche oder persönliche Gespräche“, sagt Jochen Gürtler. Superintendent Pfarrer Hans-Peter Bruckhoff, beschreibt seine Eindrücke von den beiden fusionierenden Gemeinden: „Ich erlebe hier weniger Verunsicherung oder Misstrauen, sondern eine große Bereitschaft zur Zusammenarbeit und ein offenes Aufeinander-Zugehen.“

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