Fulminanter Empfang der „Au Ülle“ fürs Würselener Dreigestirn

Von: ehg
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Wunderschön anzuschauen: Die Damentanzgruppe ist eine der Trumpfkarten bei der KG „Au Ülle“. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Gemäß dem Motto „Drejmohl jeck, janz Wöschele fiert för ene joune Zweck!“ veranstaltete die KG „Au Ülle“ zu Ehren ihres Dreigestirns, Prinz Harald I. (Matthäus), Bauer Achim (Mallmann) und Jungfrau Gregoria (Gregor Kreutz), einen Empfang in der Aula an der Klosterstraße. Es wurde mit dem Herrschertrio nicht nur fröhlich auf eine bisher schon gelungene Session angestoßen.

Nicht vergessen wurden dabei die Kinder aus Krisengebieten mit Kriegsverletzungen oder schweren Behinderungen. Fleißig wurden Spenden gesammelt, um bedürftige Kinder im Medizinischen Zentrum auf Marienhöhe oder in Bardenberg behandeln zu können. Um es vorweg zu nehmen: Die Spendenfreudigkeit der Freunde des vaterstädtischen Karnevals war groß. Worüber sich der Vorsitzende des MZ-Fördervereins, Hans Vorpeil, und sein Stellvertreter Professor Dr. Hans Walter Staudte, nur freuen konnten.

Zur Gratulation waren als Repräsentant der Erkelenzer Karnevalsgesellschaft, Vorsitzender Helmut Jopen, und als Repräsentant des Ortenauer Narrenbundes, Ehrenpräsident Otto Schnurr, ein guter Freund der „Ülle“, angereist. Die Aula hallte nicht nur von Alaaf-Rufen wider. Es erschallte auch das „Maak mött!“ (Mach mit) und das „Nari-Naro“ aus Ottenhöfen. Für das Komitee des Würselener Karnevals gratulierten der Vorsitzende, Bürgermeister Arno Nelles, und der Präsident, Hans Sinken. Sie überreichten als Erinnerungsgeschenk das obligate Herrscherfoto.

Lob von Prinz Bernd aus Aachen

Den ersten „Kracher“ erlebten die Närrinnen und Narren, als die Tollität der Stadt Aachen, Prinz Bernd I. (Marx), mit Prinzengarde unter dem Kommando von Dirk Trampen samt südländischem Hofstaat seine Aufwartung machte. Als Gastgeschenk präsentierte er das Tanzpaar Janine (Schiffers) und Marco (Krings), zu „Lennet-Kann“-Klängen eine spritzige Darbietung auf die Bühne zauberte. Gemeinsam mit dem toll kostümierten Hofstaat stimmte Bernd die „Tarantella-Frikadella“ an. Und stellte charmant fest: „Prinzipiell sind alle Mädchen schön!“ Der Gast gratulierte dem düvelstädtischen Trifolium zu einer gelungenen Proklamation, die sich bis Aachen herum gesprochen habe.

Der hellauf begeisterte Prinz Harald I. revanchierte sich mit seinem Orden. Mit einem eigens unter der Leitung von Anne und Jürgen Krell einstudierten Schlümpfelied erwiesen die Tanzgarden ihre Reverenz. Dazu Prinz Harald I.: „Hier wird hervorragende Arbeit geleistet, macht weiter so!“ Mariechen Larissa (Kever), ein charmantes Aushängeschild der Gesellschaft, schloss sich mit einem flotten Tanz an. In einem Ritterspiel – das Dreigestirn blieb beim „Kampf“ um Königin Hedwig nicht verschont – stellte sich der mittelalterliche Hofstaat vor. Bauer Achim freute es, wie sich alle Aktiven frei nach Goethe zum Besten haben konnten.

„Das ist Karneval, wie wir ihn mögen!“ Eine Hommage an den goldenen Wein, nicht nur vom Rhein, sondern auch aus Griechenland war der fröhliche Tanz der Showtanzgruppe. Auch sie war nicht mit leeren Händen gekommen. Genauso wenig wie das total verrückte Herrenballett, das nach fünf Stunden die Narren erst recht von den Stühlen riss. Ein in der Behinderten-Werkstatt an der Honigmannstraße gemaltes Bild wurde versteigert. 333 Euro flossen aufs Spendenkonto.

Dank an die Schneiderin

Verlost wurde zudem ein „Höhner“-Trikot mit den Unterschriften der Kölner Barden. Ebenfalls für den guten Zweck. Eine Überraschung war das gelungene Gastspiel der „Öcher Hunnenhorde“, die in friedlicher karnevalistischer Mission unterwegs war, zudem sie auf der Schützenwiese an der Steingasse im Sommer eine zweite Heimat gefunden hat. Nachdem auch das Dreigestirn dem närrischen Auditorium mit seinen schwungvollen Liedern – die Jungfrau spielte ihren ganzen Charme aus – eingeheizt hatte, machte sich der Prinz daran, allen Dank zu sagen, die ihm bei der Ausübung seines Amtes bisher schon behilflich waren. Tosender Beifall brandete auf, als er der fleißigen und kreativen Schneiderin Maria Gabrisch, einer von vielen, ein Präsent überreichte. Sie hat nicht nur die Kostüme des Dreigestirns gefertigt, sondern auch den mittelalterlichen Hofstadt ausstaffiert. Um null Uhr wurde zu Ehren des Geburtstagskindes Prinz Harald I. eine Torte angeschnitten. Den musikalischen Rahmen gestaltete flott das Duo Silvi & Ralf (Alsdorf).

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