Für Sie im Landtag: Gespräch mit Hendrik Schmitz (CDU)

Von: tv
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MdL Hendrik Schmitz auf seinem
MdL Hendrik Schmitz auf seinem Stuhl im Plenum des Landtages: Während der Plenarwoche ist er viermal die Woche in Düsseldorf. Es kommt vor, dass er zwei bis drei Mal pro Tag zwischen Wahlkreis und Landtag pendelt.

Nordkreis/Düsseldorf. Rund 175 Termine hat Hendrik Schmitz (CDU) im Wahlkampf absolviert. Und trotzdem: „Ich wusste ob der letzten Umfragen, dass es für die CDU knapp werden würde”, erzählt er nachdenklich, während er in einem Besprechungsraum, irgendwo im Gebäudekomplex am Platz des Landtags 1 in Düsseldorf, Kaffee ausschenkt.

„Mit so einem schlechten Ergebnis habe ich aber nicht gerechnet.” Wahlabend, 23 Uhr - es wird klar: er geht aufgrund seines Listenplatzes als Mandatsträger nach Düsseldorf.

Gefeiert hat er aufgrund des Abschneidens der Partei zwar nicht, aber: „Ich habe mich natürlich gefreut, als ich gehört habe: ich darf mitarbeiten.” Im Lichte des Kaltstarts gegen den politischen Gegener - der Ad hoc-Wahl - empfindet er das Ergebnis als gut. Am Tag nach der Wahl ging es gleich in die Landeshauptstadt und auch gleich los mit der Arbeit - Nachbereitung und Analyse der Wahl, Parteiarbeit.

Nochmal einen Tag später die erste Fraktionssitzung im Landtag. Seine Kollegen aus der Region haben ihm den Einstieg leicht gemacht: „Wir nehmen dich mit in die Fraktionssitzung und wenn du Fragen hast, kannst du dich gerne an uns wenden.” Das weiß Schmitz zu schätzen: „Abgeordnete - das hat man vorher nur von außen gesehen. Aber es relativiert sich sehr schnell, weil die Kollegen in der Fraktion alle sehr bodenständig sind.”

Über die Antwort auf die Frage, wie er die erste Zeit in dieser Legislaturperiode erlebt, muss er nicht lange nachdenken, sie platzt beinahe aus ihm heraus: „Derzeit ist es hoch spannend, weil sich hier gerade eine Truppe junger Abgeordneter zusammenfindet.” Gemeinsam wollen sie die Vision Nordrhein-Westfalens ihrer Generation darstellen, erklärt er. Im Nordkreis wird er weiter present sein: „Ich will Termine im Wahlkreis wahrnehmen, weil ich mich um die Menschen kümmern möchte: Anliegen des Alltags, hören, wo die Probleme liegen und nicht alles besser wissen.”

Wenn Hendrik Schmitz gerade nicht im Anzug in Düsseldorf oder auf Terminen weilt, sitzt er auf dem Traktor. Die Arbeit in der Landwirtschaft sieht er nicht nur als Ausgleich zur Politik: „Der Betrieb ist mein Lebensunterhalt. Man muss immer bedenken, das Landtagsmandat ist auf Zeit.”

Deshalb hat sich der 34-Jährige die Kandidatur auch gut überlegt, lange mit seiner Familie darüber gesprochen, ob beides miteinander vereinbar ist. Schmitz betreibt Ackerbau, Vieh hält er nicht - bis auf drei Katzen und eine Schleiereule, die sich in der Scheune eingenistet hat. Ein fester Mitarbeiter kümmert sich mit ihm um die Felder, Schmitz Vater hilft mit. Außerdem findet eine Kooperation mit anderen Betrieben statt. Auf diese Weise kann sich der junge Abgeordnete voll auf seine Arbeit als Mandatsträger konzentrieren.

In Landtag und Wahlkreis unterstützen zwei Mitarbeiter Schmitz. Sie zahlt er aus dem Budget, das die Landtagsverwaltung jedem Abgeordneten zur Verfügung stellt. Der Platz zum Arbeiten war zu Beginn jedoch Mangelware. Der Landtag hatte mit 181 Abgeordneten gerechnet, aber 237 sind es geworden.

Die Folge war Büromangel. Arbeitsräume in den Fraktionen wurden zum Teil zusammengelegt, erinnert sich Schmitz. „Als junger Abgeordneter steht man natürlich nicht auf Platz Eins der Liste für Büros”, sagt er und lacht. Für rund sechs Wochen ist er im Büro eines Kollegen untergekommen, ab und an im Haus herumgereist, um einen ruhigen Platz zu finden. Mittlerweile sitzt Schmitz auf dem eigenen Bürostuhl im eigenen kleinen Büro. Von hier aus wird er künftig Politik auch für den Nordkreis machen.
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