Für die flotte Dienstfahrt: Verwaltung testet Pedelecs

Von: Stefan Schaum
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Vom Büro in den Sattel: Klimaschutzmanagerin Caprice Mathar, Markus Arz (Bauordnungsamt), der Technische Beigeordnete Peter Strauch und Marcel Meuer (Stadtentwicklung, v.l.) testen fleißig Pedelecs. Foto: Schaum

Baesweiler. Dass die Rahmen der Pedelecs in einem satten Grün leuchten, ist zwar passend, könnte aber bloß ein Zufall sein. Als umweltfreundliche Dienstfahrzeuge wären sie der Baesweiler Klimaschutzbeauftragten Caprice Mathar auch in jeder anderen Farbe willkommen.

Ihr schwebt vor, dass künftig einige Dienstfahrten der Kollegen auf zwei statt auf vier Rädern stattfinden. Deshalb stehen derzeit vier Pedelecs im Rathaus an der Mariastraße und eines am Rathaus Setterich. Erstmal nur testweise. Aber die Resonanz kann sich bereits sehen lassen.

Die Räder hat die Industrie- und Handelskammer Aachen im Rahmen ihrer „Pedelec-Testwochen“ zur Verfügung gestellt. Betriebe können dabei für je eine Woche fünf Räder entleihen. Caprice Mathar hat sich gern angemeldet. „Gerade eine Stadt von der Größenordnung Baesweilers bietet sich dafür an, im Sattel von einem Ort zum anderen zu kommen“, wirbt sie für den Umstieg.

Von einem Dorf zum anderen – das kommt bei Markus Arz vom Bauordnungsamt des öfteren vor, wenn er sich ein Bild von Baustellen und anderen Dingen machen will. Vorgestern hat er das Pedelec genutzt. Zehn Kilometer Dienstfahrt – ohne zu keuchen und ohne zu viel Zeit auf der Straße zu lassen. „Das lief ganz entspannt“, sagt er, „und je nach Verkehrslage ist man mit dem Auto kaum schneller.“ Auch der Technische Beigeordnete Peter Strauch hat schon Platz genommen – und selbst im Anzug kann die kurze Dienstfahrt ganz bequem ausfallen.

Bleibt das Feedback so positiv – Ende der Woche will Caprice Mathar die an jeden Testfahrer verteilten Fragebögen auswerten – will sie prüfen, ob eine Anschaffung eigener Pedelecs möglich ist. Je eins pro Rathaus schwebt ihr vor. Kosten pro Stück: etwa 2000 Euro. „Wir werden schauen, ob sich da mit Sponsoring etwas machen lässt“, sagt sie. Doch hier hat ein Pedelec gegenüber dem Auto durchaus einen Nachteil. Denn Werbung von Unterstützern lässt sich auf dem Rahmen kaum platzieren. Mathar: „Vielleicht kann man die Räder so verkleiden, dass sich was unterbringen lässt.“ Hauptsache, die derzeit zwei Dienstfahrzeuge der Stadt können häufiger stehen bleiben.

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