Für den guten Zweck: Lions laden zum Benefizkonzert in St. Pius X

Von: ehg
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Laden zum Konzert ein: Dirigent Prof. Herbert Görtz (am Klavier), Dr. Holger Tschakert, Gerd Thormann und Franziska Neumann. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Bereits zum zwölften Male laden die beiden Hilfswerke der Lions Clubs Eschweiler-Stolberg und Würselen mit tatkräftiger Unterstützung durch Professor Herbert Görtz, Direktor der Hochschule für Musik und Tanz, Standort Aachen, zu einem Konzert für einen guten Zweck ein.

Das Konzert findet mittlerweile zum sechsten Mal in der Kirche St. Pius X. statt - und zwar am Sonntag, 24. Januar, um 17 Uhr.

Ohne Abzüge kommt der Erlös der Veranstaltung den Sozialpädiatrischen Zentren (SPZ) Aachen und Stolberg zugute. In ihnen werden seit Jahren Kinder und Jugendliche mit motorischen, sprachlichen und geistigen Entwicklungsstörungen erfolgreich behandelt. Der SPZ-Förderverein springt überall da ein, wo weder Kassen noch Kommunen die Kosten übernehmen. In enger Anbindung an das SBZ arbeiten derzeit drei Fachfrauen zeitweilig in Kitas und Schulen. Der Förderverein setzt sich auch für Kinder mit lebensverkürzenden Erkrankungen ein, die trotz moderner Medizin früh sterben. Dazu die stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Fransziska Neumann: „Da ist es von unschätzbarem Wert, wenn diese Kinder zu Hause betreut werden können“.

Wie der Präsident des Lions Club Eschweiler-Stolberg, Gerd Thormann, darlegte, ist das ehrenamtliche Engagement auch in diesem Jahr auf allen Seiten groß. Stellen sich doch Musiker und Sänger, das Kammerorchester und der Chor „Ars Cantandi“ der Hochschule für Musik und Tanz, erneut ohne Honorar in den Dienst der guten Sache. In diesem Jahr werden die Besucher des Konzerts eine Welturaufführung unmittelbar mit erleben. Aufgeführt wird unter der Gesamtleitung von Herbert Görtz ein instrumentales Werk der 1970 in Rotterdam geborenen niederländischen Komponistin und Dozentin, Cynthie van Eijden. Momentan arbeitet sie in musiktheoretischen Fächern am Königlichen Konservatorium Den Haag und an der Hochschule für Musik und Tanz in Aachen.

Bis 2010 komponierte sie Werke, in denen der Einfluss der neuen Musikwelt deutlich spürbar war. In der heutigen Zeit setzt sie Werke in Noten, worin auch klassische musikalische Eigenschaften, wie Erkennbarkeit der Melodik, Konsonanz im Klang und persönlicher Ausdruck auf neue Arten und Weisen entwickelt werden. Was sich auch in dem Werk „landschaft mit landschaft hinter den horizont“ widerspiegelt. Den Hauptpart übernehmen darin vier Gitarren. Dazu Herbert Görtz: „Dass sie international besetzt sind, dadurch erhält ihre Musik noch einen zusätzlichen Reiz“. Nicht nur durch sie wird die Besetzung des 40-köpfigen Kammerorchesters erweitert, sondern auch noch durch eine Posaune. Als Kontrast zu dem zeitgenössischen Werk von Cynthie van Eijden wurde in das anspruchsvolle Programm die Motette „exsultate, jubilate“ mit einer Bravourarie für den Sopran von Wolfgang Amadeus aufgenommen.

Nach der Pause werden der von Hermann Godland einstudierte 60-köpfige Chor und das Kammerorchester die Messe in C-Dur von Ludwig van Beethoven mit ihren vier Solostimmen zu Gehör bringen. Der in Bonn geborene Musiker der Wiener Klassik komponierte die kleine Schwester seiner großen „missa solemnis“ von März bis August 1807 im Auftrag von Fürst Nikolaus II. von Esterházy zum Namenstag von dessen Frau Maria Josepha Hermengilde von Lichtenstein.

Als Knabe im Aachener Domchor wirkte Professor Görtz 1965 das erste Mal bei einer Aufführung dieser Messe mit. Seit dieser Zeit habe er das Beethovensche Werk in sein Herz geschlossen, gestand er bei der Präsentation des Programms. Die vier Gitarristen haben bereits seit geraumer Zeit die Probe aufgenommen. Das Orchester und der Chor werden in den nächsten Tagen bis zum Konzert intensiv üben.

Kartenreservierungen können vorgenommen werden unter der Rufnummer Telefon 0172/9803079 (Walter J. Neumann).

Die Schirmherrschaft des außergewöhnlichen Konzerts hat Bürgermeister Arno Nelles übernommen.

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