Für 54 Minuten in der St. Sebastian Pfarrkirche

Von: Nadine Tocay
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Gestaltet wurde die Messe von dem Kirchenchor St. Sebastian unter der Leitung von Kantorin Ulrike Botzet. Foto: Nadine Tocay
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Für alle Teilnehmer ein besonderes Ereignis: Der Gottesdienst der Pfarrkirche St. Sebastian wird im Deutschlandfunk bundesweit übertragen. Foto: Nadine Tocay

Würselen. „Kyrie kyrie eleison“ – die Verszeile des „Missa pro Pace“ von Christian Heiß hallt durch die St.-Sebastian-Pfarrkirche in Würselen. Auf dem Altar stehen Mikrofone, in der Mitte des Gangs ist ein Funkverstärker aufgebaut. Kein gewöhnlicher Gottesdienst findet dort an diesem Sonntagmorgen statt. Die Messe wird vielmehr bundesweit im Deutschlandfunk gesendet.

Auf diesen Anlass hat sich der Kirchenchor lange vorbereitet. „Bereits vor drei Monaten haben wir angefangen zu planen“, berichtet Peter Dückers, Rundfunkbeauftragter des Bistums Aachen.

Der Chor mit seinen 55 Mitgliedern präsentiert bei der Messe seine Prunkstücke. „Wir haben viel dafür geübt“, erzählt Ulrike Botzet, Kantorin und Chorleiterin.

Die Einstellung der Technik sei ziemlich aufwendig gewesen, sagt sie. Damit der Gottesdienst möglichst abwechslungsreich ist, singen die Gemeindemitglieder die Lieder teils gemeinsam mit dem Kirchenchor und manche Strophen singt der Chor alleine.

Doch wie ist der Deutschlandfunk eigentlich auf die Idee gekommen, die Messe in Würselen aufzunehmen? Peter Dückers erklärt: „Es ist ein standardisiertes Verfahren. Ich erhalte jährlich Anfragen für Übertragungen. Dann spreche ich mit den Kirchen des Bistums, ob jemand Interesse daran hat.“

Und Pfarrer Rainer Gattys erklärte sich bereit, mitzumachen. „Heute haben wir uns in Würselen, einer Stadt nördlich von Aachen, versammelt“, spricht der Geistliche zu Beginn der Messe in sein Mikrofon. „Man kann ja nicht erwarten, dass Würselen deutschlandweit bekannt ist“, scherzt er kurz.

Nach der Eröffnung um 10 Uhr folgt ein Gebet. Alles ist genau getaktet. Exakt 54 Minuten darf die Messe dauern. Mehr Sendezeit gibt es nicht.

„Gestern war Generalprobe“, erzählt Dückers, „da haben wir sechs Minuten länger gebraucht als wir hätten brauchen dürfen.“ Darum wurden spontan noch einige Strophen aus dem Programm genommen. Doch das fällt am Sonntagmorgen niemandem auf.

Nachdem das letzte Lied des Chors verstummt und der Schlusssegen gesprochen ist, wird die Übertragung pünktlich beendet.

Und alle Mitwirkenden scheinen erleichtert zu sein, dass alles so reibungslos funktioniert hat.

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