Alsdorf - Fünfmal Brandstiftung innerhalb von drei Wochen

Fünfmal Brandstiftung innerhalb von drei Wochen

Von: Verena Müller
Letzte Aktualisierung:
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Die Polizei steht im Alsdorfer Stadtgebiet vor einem Rätsel. Bislang sind keine Hinweise eingegangen. Symbolfoto: dpa

Alsdorf. Feuerwehr und Polizei stehen vor einem Rätsel. In diesem Monat haben sich ungeklärte Fälle gehäuft, in denen von Brandstiftung ausgegangen werden muss. Den Ermittlungsstand fasst Polizeisprecher Paul Kemen in einem Satz zusammen: „Im Moment ist es schwierig.“ Rückblick:

Fünfmal hat es alleine im Alsdorf Stadtgebiet gebrannt, immer abends oder nachts: erst zwei Container an der VHS Nordkreis (in der Nacht zu Mittwoch, 15. Juli, die Feuerwehr wurde um 0.23 Uhr gerufen), dann stand in derselben Nacht ein Zaun an der Straße Weidenhof in Flammen (3.04 Uhr). Am Montagabend, 20. Juli, brannten gegen 20.30 Uhr 50 Quadratmeter Unterholz, rund acht Stunden später (4.30 Uhr am Morgen des 21. Juli) stand an der Martin- straße Sperrmüll in Flammen. Kurz darauf, in der Nacht zu Mittwoch, 22. Juli, wurde die Feuerwehr gegen 1 Uhr an die William-Prym-Straße in Kellersberg gerufen, diesmal war es eine Heumiete. Der Zufall scheint hier eine Rolle zu spielen, wenn man denn von einer Serie ausgehen will. Offenbar sollten weder Menschen noch bestimmte Ziele Opfer der Flammen werden.

Die Fälle sechs und sieben

Vom Vorsatz und Raum her etwas anders verhielt es sich am frühen Montagmorgen, 6. Juli: Da waren Unbekannte in das Tennisheim von Blau-Weiß Hoengen eingebrochen, hatten Süßigkeiten mitgehen lassen – mehr war nicht zu holen. Die Polizei vermutet, dass die magere Ausbeute der Grund dafür war, dass die Täter unmittelbar nach der Tat die Gardinen im Heim in Brand steckten.

Siebter und jüngster Fall in diesem Monat: der Musikpavillon an der Settericher Burg. Am Samstag, 25. Juli, gegen 4.30 Uhr, wurde die Feuerwehr alarmiert. Da der Pavillon etwas versteckt liegt, wurde der Brand vergleichsweise spät entdeckt. Er hatte sich schon voll entfaltet.

Polizeisprecher Paul Kemen sagt, dass seine Kollegen derzeit noch völlig im Dunkeln tappen. „Fest steht, dass es in den vergangenen drei Wochen mehrere Brände mit Häufung im Alsdorfer Stadtgebiet gegeben hat, vorwiegend nachts. Auf Anhieb ist kein Zusammenhang zu erkennen. Wir haben überhaupt keine Hinweise.“ Ob es mehrere Täter waren oder ein einzelner, wie das Feuer gelegt wurde und welche Motive dahintergesteckt haben können – das alles ist offen.

Bisherige Fahndungserfolge

Einen Monat zuvor, am 18. Juni, konnte die Polizei einen Erfolg vermelden. Damals hatte auf einem verwilderten Grundstück an der Alsdorfer Schlosserstraße ein Gartenhaus gebrannt. Die Laube hatte zeitweise einem Obdachlosen als Unterschlupf gedient, als das Feuer ausbrach, floh er. Täter war ein 16-Jähriger, er konnte im Umfeld des Tatorts gestellt werden. Auch in Würselen gab es eine Brandserie, wenn auch nur eine kurze, in einer Nacht: Die Feuerwehr musste in der Nacht zu Samstag, 18. April, zu drei Bränden ausrücken.

Erst war gegen 4.30 Uhr ein Auto an der Krefelder Straße betroffen, dann wenig später zwei Müllcontainer an der Kaiserstraße und um 5.45 Uhr der alte Teil des Vereinsheims des Tennisclubs Würselen 1970 (TC 1970) an der Tittelsstraße. Auch hier konnte der Täter gefasst werden. Er gilt als mittellos und wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Die Polizei bittet in den ungeklärten Fällen in Alsdorf und Baesweiler um Mithilfe. Wer sachdienliche Hinweise hat, möge sich unter Telefon 02404/957712211 melden.

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