Frühschoppen: Hochwertige Blues- und Kabarett-Mixtur

Von: mas
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Starkes Duo: Wendelin Haverkamp mit Gitarre und Dieter Kaspari mit Mundharmonika. „My Way Back Home“ heißt ihr Einstieg zum Frühschoppen im Schaffrath-Haus. Foto: Sigi Malinowski

Alsdorf. Dieter Kaspari guckt auf seine innere Uhr. „Mal sehen, ob ich so früh schon in die Gänge komme“, sorgt er sich. Das ist natürlich nicht ernst gemeint. Denn der Aachener Musiker kommt wenig später ganz gewaltig in die Gänge. Mit bluesigen Milieubeschreibungen, wie sie nur das Leben vorhalten kann.

Es ist Frühschoppenzeit im Ofdener Schaffrath-Haus. Mit einem ganz feinen Programm. Der Förderverein hat zwei Aachener Stars eingeladen. Beide Solisten sind ganz vorbehaltlos nach Alsdorf gekommen. Wendelin Haverkamp und Dieter Kaspari. Die „Jonge“ verstehen sich, und das Publikum – an die hundert Gäste sind gekommen – ist gleich angetan von hochwertiger Blues- und Kabarett-Mixtur.

Auf Unterstützung angewiesen

Aber zunächst ist Renate Rinkens, Hausherrin und Gastgeberin, hörbar baff. Angesichts des hohen Zuspruches an diesem Morgen. Rinkens: „Wir sind auf Ihre Unterstützung dringend angewiesen.“ Die Freude überträgt sich auch auf Ursula Schaffrath-Busch, der Tochter des Alsdorfer Künstlers Ludwig Schaffrath. Alsdorfs Ehrenbürger Schaffrath wäre im vergangenen Jahr 90 Jahre alt geworden und hat mit dem prägnanten Haus ein viel beachtetes Erbe hinterlassen. Renate Rinkens dankte dem „Förderverein Schaffrath-Haus – Kultur im Atelier“. Er hat den Frühschoppen organisiert. Mit dem Ziel, Gelder für den Erhalt und Unterhalt des Hauses einzunehmen. So wünscht sich der Verein unter anderem, die Finanzierung einer großen Ausstellungswand realisieren zu können. Bisherige und auch nächste Veranstaltungen „sind von großem Publikumsinteresse. Alle sind begeistert“, sagt Ursula Schaffrath-Busch. Die nächsten Termine stehen bereits. Am 29. März kommt Jürgen „Hausmann“ Beckers und am 26. April wird der Künstler Karl von Monschau im Schaffrath-Haus ausstellen. Zudem wird es in 2015 eine Lesung mit Jürgen Beckers geben.

Kräftiger Applaus

Bevor eine Senfsuppe nach einem Rezept von Ursula Schaffrath-Busch und weitere Köstlichkeiten gereicht werden, „tischen“ Kaspari und Haverkamp opulent auf. „Zur Strafe singe ich alles in Öcher Platt“, amüsiert Dieter Kaspari das Publikum. Dann lädt Wendelin Haverkamp zum „Mitmachblock“ ein, der „ein Muss ist und mit schrillen Frauenjuchzern durchzogen sein wird“. Haverkamp brilliert mit seinem messerscharfen Vortrag über Banken, Steuersünder und Selbstanzeigen: „Das letzte Finanzierungsmodell, dass ich richtig verstanden habe war mein Sparschwein“. Dazwischen röhrt Dieter Kaspari kratzig und singt die Geschichte seines Vaters: „Isch bin der Jong va enne Kullepit“ oder nimmt sich „de Rues“ vor. „So war dat mit ming Mamm“. Fußwippen hier, Lachsalven dort, beide Künstler nehmen ein üppiges Bad im Applaus. Und die gute Sache gewinnt auch noch . . .

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