Frühjahrsputz: Wilder Müll aus Feld und Flur

Von: ehg
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Wagen vollgeladen: Die eifrigen Müllsammler können kaum glauben, was sich am Wegesrand so alles findet. Gottfried Kern (r.) denkt schon an eine Neuauflage der Aktion. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Müll einzusammeln, der von verantwortungslosen Zeitgenossen „wild“ entsorgt worden ist, ist fürwahr kein himmlisches Vergnügen. Erst recht nicht, wenn die Temperaturen kühl bleiben. Dennoch startete der CDU-Ortsverband Broichweiden, angeführt vom Vorsitzenden Gottfried Kern, unentwegt ihren Frühjahrsputz. „Wir wollen ein Zeichen gegen das wilde Entsorgen von Müll setzen!“, betonte der Vorsitzende, bevor er sich mit seinen Helferinnen und Helfern auf den Weg machte. Froh war er, dass es während der Aktion trocken blieb.

Im Vorfeld hatten ihn Bürger angerufen und Hinweise auf wilde Müllkippen im Ort gegeben. Um die Schandflecken zu markieren, war der Vorsitzende zwei Tage zuvor mit einem Mitarbeiter der KDW (Kommunale Dienstleistungen Würselen) den Stadtteil abgefahren. So konnte am Tag selbst gezielt zu Werke gegangen werden. Dazu hatte die KDW reichlich Greifzangen und blaue Säcke, aber auch Kübel zur Verfügung gestellt. Kern bedankte sich ausdrücklich für die kooperative Zusammenarbeit.

Ursprünglich hatten die „Müllmänner und -frauen“ der CDU an der K 30 „Hand anlegen“ wollen. Da die Gefährdung an dieser überörtlichen Straße zu groß war, hatten sie davon Abstand genommen. Dass der Baulastträger zwischenzeitlich selbst in Aktion getreten ist, um Müll zu beseitigen, das nahm Kern freudig zur Kenntnis. Es ärgere ihn jedoch, dass die „Schweinerei“ von Neuem begonnen habe. Los ging es an der Geschäftsstelle des CDU-Ortsverbands an der Hauptstraße.

Gleich um die Ecke konnten die ersten blauen Säcke gefüllt werden. Leider! Dann nahmen sich die CDU-Aktivisten der alte Bahntrasse bis zum Wald an. Unglaublich, was da so alles „wild“ in freier Feldflur entsorgt worden war. Es wurde nicht nur eine Reihe von Säcken mit Kleinmüll gefüllt. Reifen, ein Kühlschrank und Matratzen setzten dem Müllgipfel buchstäblich die Krone auf.

Verständnislos schüttelten die Sammler die Köpfe und vollzogen den einen oder anderen Kraftakt, um den Unrat auf den Hänger zu befördern, der nach drei Stunden überlief. Dass die Aktion kein einmaliges Ereignis bleiben darf, wurde dem Vorsitzenden Kern nur zu schnell bewusst: „Es gibt noch viel zu tun. Es muss noch öfters ausgerückt werden.“

Gottfried Kern freute sich allerdings über die positive Resonanz in der Bevölkerung. „Es ist toll, dass etwas passiert!“, dankten diverse Anwohner, einer sogar mit einer Flasche Rotwein als Zeichen der Anerkennung. „Das hat uns allen in der Seele gut getan!“, erwidert Kern auf diese Dankesbekundungen.

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