Frühjahrsputz in der Pfarre St. Sebastian

Von: ehg
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Mit Staubsauger und Fensterleder: Freiwillige Helfer sind mit von der Partie, um das Gotteshaus auf Hochglanz zu bringen. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Das monotone Geräusch von drei großen Staubsaugern dringt an das Ohr. Im „Dom” haben sich fleißige ehrenamtliche Helfer daran gemacht, die 900 Quadratmeter große Bodenfläche zu saugen. Sie entfernen den Staub, der sich nach kleineren Renovierungsarbeiten in den Räumen unter den Aufgängen zur Orgelbühne, aber auch im Laufe des langen Winters vor allem im unteren Bereich der Kirche breit gemacht hat.

Aber das ist noch nicht alles: Feucht abgewischt werden auch die Bänke, die nicht minder in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Die Frauen aus der Pfarre gehören dem „Arbeitsteam von 8 bis 10” an, das - aus der finanziellen Not der Pfarre St. Sebastian heraus geboren - vor rund einem halben Jahr auf Initiative von Verwaltungsmitarbeiter Hubert Wickerath ins Leben gerufen worden ist.

Mindestens an jedem dritten Samstag im Monat ist es im Einsatz. „Wenn zwischendurch Arbeiten anfallen, dann eben auch öfters”, berichtet Wickerath. Neben den Frauen legen auch an diesem Morgen wieder Männer fleißig mit Hand an. Sie hieven gerade drei Stahlschränke in den Raum über der Sakristei.

Was sich da nicht an Utensilien, die im Laufe des Jahres bei der Ausgestaltung der Kirche benötigt werden, angesammelt hat. „Hier muss endlich eine Flurbereinigung vorgenommen werden”, meint einer der Ehrenamtler. Küster Josef Pajunk, der selbstverständlich mit von der Partie ist, pflichtet ihm bei. Ein Stahlschrank steht bereits an Ort und Stelle.

Und kann eingeräumt werden. Sie haben pünktlich um acht Uhr begonnen und hören pünktlich um 10 Uhr auf. Anschließend wird noch gemeinsam im Pfarrhaus gefrühstückt. Dann gehen alle Ehrenamtler wieder ihrer eigenen Wege. Gibt es doch gerade zu dieser Jahreszeit auch rund ums eigene Heim genug Baustellen.

Noch ist es nicht so weit: Aus dem Mauerwerk des Gewölbes muss eine Steinprobe genommen werden. Voller Zuversicht steigen zwei Ehrenamtler, mit Hammer und Meißel bewaffnet, dort hinauf. Wickerath: „Unser Architekt Ernst Mennicken hat die Proben angeordnet.” Geprüft werden muss, ob die Bimssteine, die wegen der Ölkrise mit Kunststoff überschäumt worden sind, in ihrer Substanz keinen Schaden erlitten haben. „Bims zerbröselt innerlich, wenn er nicht atmen kann.” Es sei ein Vorgriff auf die Kirchensanierung, die bis 2011, wenn die neue Orgel auf der Bühne eingebaut wird, abgeschlossen sein muss.” Das ist aber nicht die einzige noch ausstehende Maßnahme.

Der Plattenbelag ist ein weiteres Sorgenkind. Er soll bis zu diesem Zeitpunkt erneuert werden. In den nächsten Wochen muss eine Auswahl getroffen werden. Voller Stolz öffnet Wickerath die Türen zu den Räumen unter den Aufgängen zur Orgelbühne. Sie sind nicht nur von Ehrenamtlern gestrichen worden. Von ihnen wurde dort auch ein neuer Fußboden mit Platten verlegt, die in der Kirche St. Pius ausgedient hatten.

Zu Beginn des Jahres hat das Team vom Bau das Mittelschiff mit neuen Bänken ausgestattet. Die alten, vom Holzwurm heimgesuchten Bänke wurden mit Bänken aus St. Pius ausgetauscht. Sie mussten vorher zweigeteilt und anschließend von der Ahornstraße hinüber transportiert werden. Auch diese Arbeiten wurden für Gottes Lohn verrichtet.

Denn - so ein Ehrenamtler: „Es ist unsere Kirche, die Kirche unserer Gemeinde, für die wir uns ehrenamtlich engagieren.” Hubert Wickerath stellt unterdessen mit Blick auf das, was der Bischof von den Pfarren verlangt, fest: „Wir sind in St. Sebastian schon ein gutes Stück weiter.”

Hundehaufen sind ein Ärgernis

Noch ist es nicht zehn Uhr. Also greift der Verwaltungsmitarbeiter zum Rechen und zur Schaufel und macht sich auf den Weg nach draußen. Sollen doch die Grünflächen rund um den Kirchenbau neu gestaltet werden. „Wir wollen die Flächen mit Beeten auflockern”, gibt er schon mal die Richtung für das nächste Treffen des Arbeitsteams vor.

Was ihn auf die Palme bringt, ist der Hundekot rings um die Kirche . Wie dem Übel beizukommen sein wird, weiß er zwar noch nicht. Erneut appelliert er an den gesunden Menschenverstand der Hundehalter: Bei den Flächen handelt es sich doch schließlich um einen ehemaligen Friedhof.

„Was wir doch heute wieder in zwei Stunden geschafft haben!”, hört man zufrieden aus den Reihen des Arbeitsteam. So ist beim Frühstück - verdientermaßen - gegenseitiges Schulterklopfen angesagt. So ganz nebenbei hat es auch noch Spaß gemacht!
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