Herzogenrath - Froh, im vereinten Deutschland zu leben

Froh, im vereinten Deutschland zu leben

Von: mabie
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Bunt: Ein beeindruckendes Bild boten die Vertreter der djo Merkstein, der Kindergruppe „Quieselchen“, der „Klingenden Windrose“ und des Folklorekreises Eurode beim Folkloretag am Tag der Deutschen Einheit in Merkstein. Foto: Markus Bienwald
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Mit der Kurbel an der Drehorgel sang sich Stephan Kaskedurch ein volkstümliches und unterhaltsames Repertoire. Foto: Markus Bienwald
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Stefan Mieling am Akkordeon war einer der Musikanten des Folkloretages. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. 25 Jahre Deutsche Wiedervereinigung waren auch in Merkstein ein Grund zum Feiern. Und mit dem Ortsverband Merkstein der Deutschen Jugend in Europa (djo) fanden sich aktive Menschen, die sich Folklore und den Blick nach vorn zugleich bewahrt haben.

Wie das zusammengeht, erklärte Ortsvereinsvorsitzender Thomas Krelle in einer kurzen Ansprache, bevor verschiedene Folkloregruppen Außen- wie Innenbereiche der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in ein großes Festareal verwandelten. „Durch die unselige Nazidiktatur und den heraufbeschworenen Zweiten Weltkrieg war Deutschland über 40 Jahre geteilt, und die Gebiete ganz im Osten wurden polnisch und russisch“, sagte Krelle. Das war auch eine Grundlage für die Gründung von djo als Migrantenjugendselbstorganisation.

Immer das eine Ziel verfolgt

„Daher war auch klar, dass die djo, wie die Regierung der Bundesrepublik, natürlich immer das Ziel der Wiedervereinigung verfolgte“, schloss Krelle. Die Arbeit der djo Merkstein habe immer wieder bis zum Mauerfall 1989 an das Thema erinnert.

Von der ersten Berlin-Fahrt nach dem Bau der Mauer 1963 bis zum 17. Juni 1989, der damals noch der Tag der Deutschen Einheit war, sei das Ziel der djo immer ein geeintes Deutschland gewesen. „Heute sind wir stolz und froh, in einem vereinten Deutschland zu leben, mit seinen wunderbaren Landschaften von der Ost- und Nordsee bis in die Alpen, zum Schwarzwald, und vom Rheinland bis hin in die Sächsische Schweiz und die Mecklenburger Seenplatte“, führte der djo-Vorsitzende aus.

„Klingende Windrose“

Da das Land von der kulturellen Vielfalt lebe, freute er sich besonders darüber, dass die Aktiven – darunter auch die „Klingende Windrose“ des Landesverbandes NRW – das Programm mitgestalteten. Der Merksteiner Kindergruppe „Quieselchen“ kam übrigens noch die Aufgabe zu, sich mit Fähnchen der Vorstellung der 16 Bundesländer zu widmen.

Gemeinsam mit dem Folklorekreis Eurode bildeten die prächtig gewandeten Folklorevertreter schon zu Beginn der gut besuchten Veranstaltung ein prächtiges Bild auf dem Podium in der Schule.

Darüber freute sich auch Herzogenraths Bürgermeister Christoph von den Driesch. Er ließ die Eindrücke der Wiedervereinigung wie beispielsweise von Hans-Dietrich Genschers mutigen Worten in der Prager Botschaft noch einmal Revue passieren. Vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingssituation auch in Herzogenrath rief von den Driesch dazu auf, nicht die Geschichte zu vergessen.

Neben dem kulinarischen Angebot, einer beeindruckenden Infoausstellung zur Geschichte der djo in Merkstein und viel Musik, die auch von Stefan Mieling am Akkordeon und Stephan Kaske an der Drehorgel kam, gab es noch Momente der persönlichen Erinnerung. So ist es zwar keine Geschichte der Wiedervereinigung, aber doch das Schicksal, das Susanne Clarke und ihren Mann Alan zusammenbrachte.

Bei den von der djo angestoßenen internationalen Begegnungen, sahen sie sich öfter, doch erst 1998 sprang der Funke zwischen diesem wahrlich grenzüberschreitenden Paar über. Heute ist der Ire Alan Clarke Bürger von Merkstein, und zwei Kinder zeugen von der ganz besonderen Geschichte, die internationale Begegnungen und auch Brauchtumspflege mit sich bringen. „Und das haben wir nur der Folklore zu verdanken“, so Susanne Clarke abschließend.

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