Alsdorf - Friedhofskapelle steht vor dem Exitus

Friedhofskapelle steht vor dem Exitus

Von: -ks-
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Marode Friedhofskapelle in Mar
Marode Friedhofskapelle in Mariadorf: An vielen Stellen löst sich die Verkleidung aus Schiefertafeln vom Untergrund. Augenfälliger Beleg für den Zustand des Gebäudes. Foto: Karl Stüber

Alsdorf. Schieferplatten sind abgeplatzt oder ragen an der Front gefährlich lose hervor. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann der nächste kräftige Windstoß sie herabfallen lässt. Vorsorglich wurde die Fläche unter einer Wand gesperrt.

Die Kapelle am Friedhof Mariadorf ist ihrer ohnehin traurigen Funktion nicht mehr angemessen. Der Verfall hat schon vor längerer Zeit Einzug gehalten und fordert nun um so stärker seinen Tribut. Das Dach ist undicht. Im Aussegnungsraum liegen Insektenfallen am Boden. Feuchte und Wärme, verfaulendes Holz lieben viele Tierchen. Vor der Tür stehen Fahrzeuge der GSG Grund- und Stadtentwicklung GmbH Alsdorf, die zum Jahreswechsel von der Stadt die Betreuung der Friedhöfe plus Nebenanlagen „geerbt” hat.

Handwerker!? Hoffnung kommt auf, es scheint sich etwas zu tun. Günter Jansen, Geschäftsführer der GSG, hat die Angelegenheit zur Chefsache gemacht. Aber er warnt vor zu großen Erwartungen. Aktuell gehe es um die Außenfassade, vor allem besagte Schieferplatten. Um das Gröbste in Ordnung zu bringen, sind wohl 35.000 Euro aufzubringen. Die wären aber entsprechend den Vorgaben in die Nutzungsgebühren für die Kapelle einzurechnen. „Wir wollen da mit Fingerspitzengefühl rangehen, um nicht die Gebühren explodieren zu lassen”, weiß er sich im Prinzip mit Auftraggeber Stadt Alsdorf einig. Mit dem Herrichten der Außenfassade wird es nicht getan sein. Die Heizung macht Probleme, die Fenster sind uralt und anderes mehr. Die notwendige Sanierung der Halle käme viel teurer.

Das weiß auch der Erste Beigeordnete Ralf Kahlen. Er wartet auf zwei Kostenmodelle, welche die GSG für die Stadt als Entscheidungsgrundlage erarbeitet: Komplettsanierung im Vergleich zum Neubau. Noch im Herbst soll das Thema auf dieser Grundlage vom Stadtentwicklungsausschuss beraten werden. Kahlen erlaubt sich die persönliche Einschätzung, dass ein Neubau unterm Strich sinnvoller wäre. Mit Blick auf mit der Zeit geschrumpfter Trauergesellschaften würde ein Neubau kleiner ausfallen. Zudem könnten diese Kosten über Jahrzehnte auf die Gebühren umgelegt werden, so dass sich die Kosten nicht so stark bemerkbar machten.

Im Grund genommen steht die Friedhofskapelle selbst kurz vor dem Exitus...
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