Freundschaften kennen keine Altersgrenzen

Von: Holger Bubel
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Herzen und auch Blumen gibt es für die „Zweit-Omis“: Im Laufe des Projekts entwickelten sich zwischen den Kita-Kindern und den Bewohnern von „Haus Stephanie“ echte Freundschaften. Foto: Holger Bubel
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Herzen und auch Blumen gibt es für die „Zweit-Omis“: Im Laufe des Projekts entwickelten sich zwischen den Kita-Kindern und den Bewohnern von „Haus Stephanie“ echte Freundschaften. Foto: Holger Bubel

Alsdorf. Da liegen mal schlanker Hand locker 70 Lebensjahre zwischen den Teilnehmern am Projekt „Generationsbrücke Deutschland“. Zum einen sind da die Kinder der Kita Pestalozzistraße, dem städtischen Familienzentrum Mariadorf-Blumenrath, zum anderen die Bewohner des Seniorenwohnheims „Haus Stephanie“, die über ein Jahr lang einen ganz engen Kontakt zueinander pflegten.

Diese Zeitspanne von sieben Jahrzehnten kann sehr fruchtbar sein, wie auch der stellvertretende Bürgermeister Heinrich Plum in einer kleinen Feierstunde zum Auslaufen des Projekts konstatierte: „Der Austausch zwischen den Kleinsten und den Ältesten ist sehr wertvoll. Davon profitieren alle Beteiligten.“

Er erinnerte sich an die Zeit, als er selbst als kleiner Knirps in der Familie mit drei Generationen unter einem Dach groß geworden sei. Dies sei heute eine Ausnahme, bemerkte Plum. Kinder halten auf Trab und jung – das durften die Senioren bei den regelmäßig stattfindenden monatlichen Treffen feststellen. Und so manches Kind profitierte von der Aufmerksamkeit, die sie von ihrer „Paten-Omi“, beziehungsweise ihrem „Paten-Opi“ (ein Senior nahm teil an der Generationsbrücke) erfahren durfte.

Der Kontakt zwischen den beiden Häusern bestand bereits seit zehn Jahren, „aber der war nicht so intensiv und groß wie bei diesem Projekt“, erinnerte Brigitte Dieckmann, stellvertretende Leiterin der Kita, die das verflossene Jahr mit seinen vielen, ereignisreichen Begegnungen Revue passieren ließ. Seitens des Familienzentrums waren es Lea Köhler, Nicole Eckerdt und Sarah Seifert, die die Treffen mit den Senioren aus „Haus Stephanie“ organisiert und betreut hatten. Bevor ein Kind einen Bewohnerpaten bekam, wurde natürlich ganz genau geguckt, wer zu wem passte. Und auch die Eltern wurden über das Projekt informiert. Dabei stellte sich heraus, dass manches Kind gar keine Großeltern mehr hatte.

Bei den Zusammenkommen wurde gemalt, gespielt, gesungen und auch geknuddelt und geschmust – für die Kinder waren vor allem die Seniorinnen echte „Zweit-Omis“.

Neben den „normalen“ Treffen wurden auch die großen Feste wie Weihnachten, Ostern oder Karneval miteinander gefeiert. „Manchmal etwas wild, so dass wir die Kinder schon ausbremsen wollten“, lachte Brigitte Dieckmann. Doch die Senioren machten auch die wilden Späße und Spiele mit.

„Durch die Generationsbrücke haben sich richtige Freundschaften gebildet“, berichtete Brigitte Dieckmann. Dankeschön für diese Freundschaften sagten die Kinder auf ihre Weise: Mit selbst gebastelten Herzen, die sie bemalten und mit einem Foto von sich verschönten.

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