Freizeitaktion: Werbung für Wölfe kommt bei Kindern an

Von: Margret Nußbaum
Letzte Aktualisierung:
12853203.jpg
Als Anerkennung ihrer Leistungen wurden den Kindern nach der Projektwoche Medaillen, Urkunden und T-Shirts überreicht. Oben links: VIVAWEST Kundencenterleiter Peter Ponthöfer und der stellvertretende Bürgermeister Jürgen Burghardt. Vorne rechts Monika Nelißen, Betreuerin des Ferienfreizeit-Projekts. Foto: Margret Nußbaum

Baesweiler. „Wenn ich im Wald bin und einen Wolf sehe, darf ich nicht weglaufen. Ich muss laut rufen oder in die Hände klatschen“, erzählt die elfjährige Kadija Mekkaoui. Die Gefahr, im Aachener Revier auf Wölfe zu stoßen, besteht eigentlich nicht.

Aber sich mit diesen interessanten Tieren auseinanderzusetzen und das wolfstypische Verhalten kennenzulernen, ist für Kinder allemal spannend. „Und das nicht nur, weil sie den Wolf aus dem Märchen kennen“, sagt Jürgen Tillmann, Wolfsbotschafter des NABU Aachen-Land.

Mädchen und Jungen zwischen sechs und zwölf Jahren spielerisch Wissen rund um die Natur zu vermitteln, war eine Woche lang Aufgabe von Tillmann und der Diplom-Geografin Monika Nelißen. Der Wolf – Jürgen Tillmann hatte lebensgroße Standbilder mitgebracht – faszinierte die Kinder dabei ganz besonders.

Sie lernten eine Menge über das scheue Tier und durften Gipsabdrücke einer Wolfspfote herstellen. Sie töpferten, bastelten, malten, spielten zusammen. „Eine fantastische interkulturelle Zusammenarbeit“, lobt „Hausherrin“ Ute Fischer, Leiterin des DRK-Stadtteilbüros Soziale Stadt Setterich.

Die Ferienfreizeit, die bereits zum vierten Mal in Folge im Haus Setterich stattfand, wird gesponsert und initiiert von „Vivawest“, einem der führenden Wohnungsanbieter in NRW, dessen Stiftung Projekte wie diese gern unterstützt. „Die Kinder hatten hier im wahrsten Sinne des Wortes eine tierisch gute Zeit“, sagte „Vivawest“-Kundencenterleiter Peter Ponthöfer im Rahmen einer kleinen Feierstunde zum Abschluss der quicklebendigen Aktion.

Auf einer Brachwiese haben die Kinder mit ihren Betreuern wunderschöne Schmetterlinge entdeckt, Spinnen beobachtet, Käfer über ihre Arme krabbeln lassen. Auch Wildpflanzen lernten die kleinen Naturforscher kennen, etwa Kamille, Beifuß und Johanniskraut.

„Aus Kamille haben wir Tee gekocht, der hat total gut geschmeckt“, erzählt der zehnjährige Habeb Zandanan. „Das Johanniskraut faszinierte die Kinder ganz besonders“, sagt Monika Nelißen. „Wenn man die Blüten nämlich verreibt, färben sich die Finger blutrot.“

Was die Mädchen und Jungen in den wenigen Tagen gelernt haben, wird haften bleiben, etwa dass man bei einer unliebsamen Bekanntschaft mit Brennnesseln Spitzwegerich auf der betroffenen Stelle verreiben soll. „Ein super Mittel aus der Natur gegen das schmerzhafte Brennen“, erklärt Monika Nelißen. Neben Erkundungen in der Flora und Fauna rund um Setterich besuchten die Kinder auch einen Bauernhof.

„Wir sind mit dem Traktor dorthin gefahren und durften auf dem Anhänger sitzen! Wir haben Kühe, Schweine, Pferde, Ziegen und Hühner kennengelernt. Vor allem die Pferde waren total schön“, schwärmt die 13-jährige Rola Saneres. Die absolute Krönung des Hofbesuches aber war das ausgiebige Herumtollen im Stroh.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert