Alsdorf - Freiraum lassen für gute Ideen: Workshop zur Ideensammlung

Freiraum lassen für gute Ideen: Workshop zur Ideensammlung

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Erklärt den Studenten, was die Stadt Alsdorf von ihnen in Sachen Stadtplanung erwartet: Technische Beigeordnete Susanne Lo Cicero-Marenberg (l.). Nebenbei gibt sie auch wertvolle Praxistipps. Foto: Holger Bubel

Alsdorf. Drei Tage lang hat die Technische Beigeordnete Susanne Lo Cicero-Marenberg die Studenten der RWTH Aachen, FH Aachen und FH Düsseldorf beim Workshop zur studentischen Ideensammlung zur „Neuen Mitte Alsdorf“ in der Stadthalle begleitet. Über die Erkenntnisse daraus sprach Holger Bubel mit ihr.

Die Innenstadtentwicklung mit den beiden Kernbereichen Zentralparkplatz und dem Gebiet hinter dem Rathaus ist für Alsdorf sehr wichtig. Da lässt man unerfahrene Studenten an das Thema heran?

Lo Cicero-Marenberg: Eben genau deshalb. Die Studenten sind ganz frei von Restriktionen, können unbedarft an das Thema herangehen und ihren Ideen nahezu völlig freien Lauf lassen. Natürlich begleiten wir sie auf ihrem Arbeitsweg. Aber sie brauchen sich keine Gedanken zu machen über baurechtliche Verfahren oder politische Rahmenbedingungen. Sie können mit ganz frischem Blick auf das Gegebene blicken und visionäre Ideen entwickeln.

Wie schlagen sich die Studenten?

Lo Cicero-Marenberg: Die sind alle engagiert bei der Arbeit. Als Fremde müssen sie sich natürlich erstmal in die Stadt hineinarbeiten, die Zusammenhänge verstehen, Bedarfe erkennen unter fachlichen Aspekten. Und das machen sie sehr gut und mit viel Einsatz. Bis in den Abend hinein sitzen sie zusammen.

Und was soll am Ende dieses Engagements herauskommen?

Lo Cicero-Marenberg: Sicherlich kein fertiger „Masterplan Innenstadt“. Wir hoffen auf vielfältige Ideen, einzelne Ansätze, über die man sich im Nachgang unterhalten kann. Am Ende steht also nicht ein Plan, sondern vielfältige Ideen sind gewünscht.

Wie soll denn der eigentliche Plan aussehen und wann ist er fertig?

Lo Cicero-Marenberg: Dieser fertige Plan muss Jahre überdauern. Ich erwarte eine Nachhaltigkeit für die nächsten 30 Jahre. Der fertige Masterplan oder Leitfaden sollte bis 2015 stehen, im Stadtentwicklungsausschuss diskutiert und durch den Rat gegangen sein. Dann soll er sukzessive umgesetzt werden. Das hängt natürlich auch von den Rahmenbedingungen ab, auch von den politischen. Eine ziemliche Herausforderung werden die nächsten Jahre, auf die ich mich aber auch sehr freue.

Aber auch die Bürger sollen mitgenommen werden bei der Entwicklung ihrer Innenstadt.

Lo Cicero-Marenberg: Ja natürlich. Deshalb veranstalten wir auch das Bürgerforum im Energeticon. Dabei erhalten die interessierten Bürger eine Einführung, um welche Flächen es sich eigentlich handelt und warum diese so wichtig sind. Sie bekommen auch die Gelegenheit, ihre Wünsche zu formulieren, zu sagen, was sie wollen.

Glauben Sie denn, dass in Alsdorf das Rad – städtebaulich gesehen – neu erfunden werden kann?

Lo Cicero-Marenberg: Ich hoffe es zumindest. Ich bin gespannt auf die visionäre Herangehensweise der Studenten im Falle Alsdorfs. Ich glaube – und das was ich bis jetzt gesehen habe bestärkt mich darin –, dass wir fortschrittliche Ideen erwarten können. Die Frage der Umsetzbarkeit ist natürlich eine andere. Und auch eine besondere Herausforderung. Aber man braucht ja auch eine Richtung, die man weiterentwickeln kann. Am Ende steht dann dieser so genannte „Masterplan“, der den Handlungsrahmen vorgeben wird.

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