Würselen - Freilichtbühne Burg Wilhelmstein führt Platzkarten ein

Freilichtbühne Burg Wilhelmstein führt Platzkarten ein

Von: Karl Stüber
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Die Freilichtbühne der Burg Wilhelmstein erfreut sich großer Beliebtheit: Hier bat Frau Höpker Besucher zum Gesang. Und die machten begeistert mit. Die Stadtentwicklungsgesellschaft Würselen plant für die kommende Saison Veränderungen und Verbesserungen. Foto: Wolfgang Sevenich
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Lässt sich durch den Rückschlag nicht entmutigen: Kulturmanager Hans Brings (r.). Foto: Karl Stüber

Würselen. Über 16.000 Kulturinteressierte wurden in der abgelaufenen Saison bei Veranstaltungen auf der Freilichtbühne Burg Wilhelmstein gezählt. Davon besuchten exakt 11.184 kostenpflichtige Veranstaltungen dort. Bei Kinderkonzerten wurden 830 Besucher registriert.

Hans Brings, der nach fast 30-jähriger Tätigkeit den Programm- und Büroleiter Ullrich Pesch abgelöst hat, zog im Ausschuss für Soziales, Sport und Kultur eine erfreuliche Bilanz. Pesch steht dem Team weiterhin beratend zur Seite. Über das wirtschaftliche Ergebnis wollte sich Brings jedoch noch nicht auslassen, da sich der Aufsichtsrat der Stadtentwicklungsgesellschaft Würselen (SEW), zu deren Aufgaben der Kulturbetrieb auf Burg Wilhelmstein zählt, noch damit befassen wird. Brings sprach aber vorab von einem „positiven Ergebnis“.

Die Besucher von Veranstaltungen auf Burg Wilhelmstein werden sich im nächsten Jahr auf Veränderungen einstellen „müssen“ – aus Sicht des Veranstalters im positiven Sinne. Nachdem das neue Einlasssystem (Eintrittskarten werden per Scanner registriert und nicht mehr eingesammelt) aus Sicht der SEW seine Bewährungsprobe bestanden hatte, wird diese Vorgehensweise noch ausgebaut, um Sicherheit über die Gültigkeit auch der Online-Tickets sowie über die Zahl der im Theater befindlichen Besucher zu erhalten.

Neu wird sein, dass die seit Jahren praktizierten einheitlichen Eintrittspreise bei bestimmten Veranstaltungen durch unterschiedliche Preiskategorien abgelöst werden. Brings verhehlte nicht, dass auf diese Weise auch ein „wirtschaftlich verbessertes Ergebnis“ erzielt werden soll. Im nächsten Jahr wird so ein System mit nummerierten Plätzen und entsprechenden Platzkarten zum Tragen kommen. Auf diese Weise, so Brings, will die SEW auch auf Ärger reagieren, der aufkam, wenn nach der Devise „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst!“ Plätze von wenigen gleich für mehrere in Beschlag genommen wurden.

Wegen dieses „Zugriffverfahrens“ bildeten sich schon lange vor Einlass zu den Veranstaltungen lange Schlangen am Eingang. „Dies führte häufig zu großem Unverständnis bei anderen Besuchern“, führt die SEW an. Verbessern will die städtische Gesellschaft „räumliche Gegebenheiten“ wie Wege und Toilettenanlage, aber auch den Service bei Veranstaltungen. Brings sprach von „Wohlfühlmaßnahmen“.

Dies ist nicht zuletzt auf das Ergebnis einer Befragung unter „Kunden“ der Freilichtbühne zurückzuführen, wie Brings erläuterte. Zum Ende dieser Saison wurden Veranstaltungsbewertungen abgerufen. 170 Reaktionen liegen bislang vor.

Demnach wurden die Qualität der Veranstaltungen und die Künstler mit sehr gut bewertet. Der Service kam „nur“ mit einem gut weg. Neben den langen Schlangen beim Einlass, dem Ärger um „reservierte“ Plätze wurden auch zum Teil zu üppige Picknick-Utensilien bei manchen Besuchern kritisiert. Zusätzlich wurde von der SEW danach gefragt, wie denn die Besucher überhaupt auf die Veranstaltungen aufmerksam geworden sind. Hier lagen zuletzt rund 240 Angaben vor.

Laut Brings wird für nächstes Jahr bei den Freilicht-Kinoveranstaltungen auf Burg Wilhelmstein die Kooperation mit dem Apollo-Kino in Aachen erweitert. Geprüft wird, ob eine bessere Technik und eine größere Leinwand eingesetzt werden können. Die Vorführungen sollen auf bis zu zehn gesteigert werden.

Auf Nachfrage im Fachausschuss sagte Brings, dass Open-Air-Kino auch im Stadtpark von Würselen-Mitte wohl nicht in Frage kommt. Das sei zu aufwendig. Zudem würde dies auch in Konkurrenz zur Veranstaltungsstätte Burg Wilhelmstein stehen.

Hans-Josef Bülles (CDU) fragte nach, wie es denn in diesem Jahr um Beschwerden wegen Lärmbelästigungen stand. 2014 sei dies ja noch ein großes Thema gewesen. Laut Brings habe es in der nun abgelaufenen Saison nur eine erwähnenswerte Beschwerde von einer Anwohnerin gegeben. Grund sei ein verspäteter Soundcheck gewesen, da die auftretende Musikgruppe in Folge eines Staus bei der Anreise nicht zeitgerecht vor Ort hätte eintreffen können.

Zur Verärgerung habe offenbar auch beigetragen, dass es sich auch noch um die „falsche Musik“ gehandelt habe. Brings versicherte, dass das Organisationsteam bemüht sei, solchen Ärger tunlichst zu vermeiden und die mit Anwohnern vereinbarten Zeitabläufe auch einzuhalten. Zur Bilanz der Veranstaltungen der Freilichtbühne Würselen gehören fünf Kulturevents, die erfolgreich im Zuge des Reit-EM-Specials auf einer Bühne vor dem Rathaus Aachen organisiert wurden.

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