Freie Platzwahl und Qualität der Stühle bemängelt

Von: Karl Stüber
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Beliebte Veranstaltungsstätte: Im Kulturzentrum Baesweiler sind die besten Plätze natürlich vorne – und umkämpft. Foto: Karl Stüber

Baesweiler. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Oder anders ausgedrückt: Der frühe Vogel fängt den Wurm – und bekommt den besten Platz. So auch bei Veranstaltungen in der Scheune des Kulturzentrums Burg Baesweiler. Dies sorgt offenbar zunehmend für Verärgerung unter Besuchern von Veranstaltungen. Jedenfalls gab es aus der Leserschaft unserer Zeitung entsprechende Hinweise.

Grund ist die freie Platzwahl. Was beim kommunalen Kino angesichts des meist überschaubaren Andrangs kein großes Problem zu sein scheint, sorgt bei der beliebten Reihe „Kultur nach 8“ donnerstags, aber auch bei einzelnen sehr gut besuchten Vortragsveranstaltungen an anderen Wochentagen für Verteilungskämpfe in Reihen der Zuschauer.

Die „Mallorca-Badetuch-Technik“, die gerne bei der „Reservierung“ von Sonnenliegen zur Anwendung kommt, wird in anderer Variante mit Jacken und Schals oder Taschen eingesetzt, um für später eintreffende Kollegen, Freunde oder Familienangehörige Sitzplätze zu sperren. Kritik wurde seitens Berufstätiger laut, die mit Blick auf ihre dienstlichen und privaten Pflichtübungen (Abendessen etc.) erst kurz vor Beginn eintreffen und sich auf hintere Sitzplätze verbannt sehen.

Grenzlandtheater macht es vor

Dies bereite angesichts des schmalen und langgezogenen Saals bei manchen Veranstaltungen Probleme. Sicht und Akustik seien stark eingeschränkt. Die Veranstaltungsstätte besteht im Prinzip aus zwei teilbaren, jeweils rund 100 Quadratmeter großen Flächen. Gerade Senioren, die aufgrund körperlicher Einschränkungen nicht allzu lange sitzen können und daher erst kurz vor Beginn ankommen, fühlen sich benachteiligt. Auch die Qualität der Bestuhlung wird als zu unbequem moniert.

Allerdings bleibt es nicht bei Kritik. Konstruktiv wird angeregt, wie bereits bei den Vorstellungen des Grenzlandtheaters im Gymnasium geschehen, die freie Platzwahl aufzugeben und die Sitzgelegenheiten entsprechend zu nummerieren. Zudem wurde darauf hingewiesen, dass nicht an allen Tagen die Gastronomie vor Ort im vollen Umfang zur Verfügung stehe. An manchen Tagen sei es nicht möglich, den Besuch der Kulturveranstaltung mit einem Abendessen vor Ort zu verbinden.

Auf Nachfrage unserer Zeitung zeigte sich Bürgermeister Dr. Willi Linkens (CDU) dankbar für die Anregungen unserer Leser und Nutzer des Kulturzentrums. Es sei nicht bekannt gewesen, dass es hier wachsende Probleme und Kritik gibt. Linkens versprach, die konstruktive Kritik aufzugreifen und mit den Kollegen im Kulturamt umgehend durchzusprechen.

Schon jetzt werde bezüglich Gastronomie mit Blick auf zu erwartenden Andrang und nach Rücksprache in dem einen oder anderen Fall die Bewirtung „auch außer der Reihe“ sichergestellt. Dies will Linkens mit dem Pächter nochmals besprechen.

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